DRK-Ortsverein Schenklengsfeld gründet „Helfer-vor-Ort-System“

Hilfe aus dem Rucksack

Die Ersthelfer mit den Ehrengästen vor der Fahrzeughalle des DRK-Schenklengsfeld. Foto: Manns

Schenklengsfeld. Die Hilfe bei medizinischen Notfällen wird im „Landecker Amt“ in Zukunft durch die ehrenamtlichen Helfer des DRK-Schenklengsfeld noch schneller geleistet.

Zusätzlich zum hauptamtlichen Rettungsdienst des DRK, mit der Rettungswache in Heimboldshausen, werden ab dem 1. September die ehrenamtlichen „Helfer vor Ort“ im Schenklengsfelder Raum mit alarmiert.

17 machen mit

Bereitschaftsleiterin Gudrun Ernst zeigte sich erfreut darüber, dass die mittlerweile 17 freiwilligen Helfer aus fast allen Ortsteilen der Gemeinde kommen und man somit in der Lage sei, schon vor dem Eintreffen des hauptamtlichen Rettungsdienstes, eine wertvolle Erstversorgung und Hilfe bei Notfällen zu leisten.

Seit dem Jahr 2008, als Gudrun Ernst eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema besuchte, wurde an der Verwirklichung eines solchen Projektes gearbeitet. 2011 wurde das Projekt der Gemeindevertretung und den Feuerwehren vorgestellt, mit dem Ziel, auch diese mit ins Boot zu holen. Viele Verwaltungshürden mussten genommen und viele Probleme gelöst werden, wie beispielsweise die Hepatitis-Impfung für die Helfer.

Die Benachrichtigung der Helfer erfolgt über Handy, mit dem schon seit einiger Zeit installierten „Rettalarm System“, durch das auch die Feuerwehr alarmiert wird.

Die Ersthelfer sind mit markanten Jacken ausgestattet, die diese als solche für den Laien gut erkennbar machen. Jeder Helfer hat ein vom Landkreis ausgestellten Ausweis. Der Ersthelfer-Rucksack ist mit allem ausgestattet, was für die Erstversorgung gebraucht wird. Die stellvertretende Landesbereitschaftsleiterin Regina Radloff stellte fest, dass das System eine absolute Bereicherung im Notfall für den hauptamtlichen Rettungsdienst ist, wenn die Ersthelfer vor Ort schon vorbereitende Maßnahmen einleiten können.

Kreisverbandsarzt Dr. Matthias Lotz freute sich, dass es endlich gelungen sei, auch in Schenklengsfeld ein Ersthelfer-Team ins Leben zu rufen. (gm)

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