Stadt sorgt sich um Wertstoffsammelzentrum

Heringen will die braune Tonne nicht

Heringen. Trotz aller Differenzen – in einem Punkt waren sich die Parlamentarier und Bürgermeister Hans Ries im Stadtparlament einig: Das Wertstoffsammelzentrum in der Werra-Stadt ist eine Erfolgsstory und darf durch nichts gefährdet werden.

Deshalb hatte die WGH einen Dringlichkeitsantrag eingebracht in dem der Abfallzweckverband aufgefordert wird, die Nutzung der braunen Tonne wie bisher zu belassen. Allein 1200 Tonnen Grünschnitt werden dort jährlich angeliefert, doch auch Reifen, Altöl, Elektroschrott und Bauschutt können dort entsorgt werden. Fraktionssprecher Thomas Mötzing fürchtet, dass das Sammelzentrum geschlossen wird, wenn die braune Tonne kommt und der Müll dann einfach wieder in Wald und Flur entsorgt wird. Auch Bürgermeister Ries erklärte, er fürchte das Sammelzentrum sei ohne den Grünschnitt nicht zu halten.

Skeptisch zeigte sich Peter Stötter von der UL. Er sagte, es gebe die Möglichkeit, das Sammelzentrum trotzdem zu erhalten und plädierte dafür, vorab zu klären, ob es eine Duldung durch den AZV geben könne. Ähnlich äußerte sich der SPD-Abgeordnete Hans-Jürgen Fischer, der sich für Verhandlungen im Stillen aussprach.

Am Ende setzte sich die WHG aber doch mit ihrer Ablehnung der braunen Tonne durch, weil sich 14 Parlamentarier enthielten. (kai)

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