Zentrale Anlaufstelle zur Aus- und Weiterbildung befindet sich im Aufbau

Ein Haus der Orientierung

Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz, Jens Hartmann und Dieter Mertelmeyer von der IHK sowie K+S-Ausbildungsleiterin Kerstin Staudtmeister arbeiten gemeinsam am Haus der Berufsorientierung. Foto: Reymond

Philippsthal. Fachkräfte für die Zukunft sichern. An diesem Thema arbeitet der Landkreis Hersfeld-Rotenburg bereits seit 2010.

Zusammen mit der heimischen Wirtschaft und Bildungsträgern vor Ort geht es darum, dass möglichst alle jungen Menschen nach der Schule eine Ausbildungsstelle erhalten. „Unser Ziel ist es dabei natürlich auch, gute Ausbildungsplätze hier in der Region anzubieten“, erklärte Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz während eines Treffens im Ausbildungszentrum von K+S in Philippsthal. Daran nahmen jetzt Vertreter von der Industrie- und Handelskammer (IHK), die Bäckerinnung, die Kreishandwerkerschaft sowie Vertreter einzelner Firmen teil. Auch das Staatliche Schulamt war vor Ort.

Netzwerk schaffen

Das Arbeitsbündnis – ins Leben gerufen von IHK, K+S und dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg – will jetzt ein Haus der Berufsorientierung schaffen. Mit diesem Haus soll eine bessere Vernetzung aller Beteiligten erreicht werden, um dann für die Jugendlichen auch den passenden Ausbildungsplatz parat zu haben. „Nur wenn es uns gelingt, gut auszubilden, dann haben wir auch die Chance, junge Menschen an die Region zu binden. Wir müssen mit Blick auf den demografischen Wandel auch darauf achten, dass wir in 30 Jahren auch noch genügend Azubis zur Verfügung haben“, sagte Künholz.

Berufsschulen im Blick

Besonders wichtig sei dabei auch der Blick auf die Berufsschulen. „Probleme gibt es doch schon heute für viele Bäcker, weil deren Azubis an die Berufsschule nach Fulda müssen. Da ist es natürlich schwierig hier den notwendigen Nachwuchs zu rekrutieren“, merkte Kerstin Staudtmeister, Ausbildungsleiterin bei K+S an.

Bekannte Problematik

Die Verantwortlichen ihres Unternehmens sowie die von ACO Passavant in Philippsthal und die der Firma Messer in Lengers könnten von dieser Problematik ebenfalls ein Lied singen. Denn auch die angehenden Anlagenmechaniker werden nur noch in der Grundstufe an der Außenstelle der Beruflichen Schulen Bad Hersfeld in Heimboldshausen unterrichtet. Danach müssten sie an die Schule nach Hünfeld gehen. So jedenfalls hat es das Land Hessen geplant. „Und das, obwohl in den drei vorgenannten Betrieben wesentlich mehr Anlagenmechaniker ausgebildet werden als im gesamten Raum Hünfeld“, merkte Staudtmeister an.  Artikel Unten

Von Mario Reymond

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