Besuchertag zum Hundertjährigen des ehemaligen Philippsthaler Rathauses

Ein Haus mit Geschichte

Historischer Tag: Als am 12. November 1989 bei Philippsthal die Grenze geöffnet wurde, bekamen Besucher aus der DDR das Begrüßungsgeld auch im ehemaligen Rathaus ausgezahlt. Dabei staute sich Menschenschlange über die Freitreppe bis auf die Straße zurück. Foto: roda

Philippsthal. Das alte Rathaus in Philippsthal wurde vor nunmehr 100 Jahren gebaut. Heute befindet sich darin eine Praxisklinik für Implantologie.

Mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 14. September, soll sowohl der Geschichte des Bauwerks, als auch seiner jetzigen Verwendung gedacht werden. Kopien historischer Dokumente zum Gebäude hat der büroleitende Beamte der Gemeinde, Christian Schäfer, in mehrfacher Ausfertigung gesammelt. Danach wurde das Rathaus damals als solches geplant und während des Jahres 1913 mit Diensträumen im Erdgeschoss sowie der Bürgermeisterwohnung im ersten Stock gebaut. Dokumentarisch belegt ist zudem die Einweihungsfeier am 8. März 1914. Von da an diente es bis zum Umzug der Gemeindeverwaltung im Jahr 1991 als Amtssitz.

Nach einer zwischenzeitlichen Belegung durch die Knappschaft, richtete der Zahnarzt Metin Akkoyun 2010 seine Praxisklinik ein. Dazu wurde das Haus innen mit Auflagen des Denkmalschutzes für die Erfordernisse eines medizinischen Betriebes umgebaut. Akkoyun und seine Kollegin Daniela Züchner praktizieren seit elf Jahren als Zahnärzte in Philippsthal. Aus diesem Anlass werden die Räume am 14. September für Besucher geöffnet.

Erlös für Jugendfeuerwehr

Der Erlös der Veranstaltung soll der Gemeinde-Jugendfeuerwehr gespendet werden. Für eine Dokumentation und Ausstellung zur Geschichte des ehemaligen Rathauses bittet Veranstaltungsorganisator Christian Schäfer noch um Bilder aus den vergangenen Jahren. Dabei ist er auch an Hochzeitsfotos auf der großen Freitreppe interessiert. Denn früher wurden Philippsthaler Brautpaare standesamtlich im Rathaus getraut. (ha)

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