Hans Ries lädt Ministerin nach Heringen ein

Heringen. Zu einem Gespräch über die geplante Renaturierung der Werra hat Heringens Bürgermeister Hans Ries die hessische Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) eingeladen. Er reagiert damit auf unser gestriges Interview, in dem die Ministerin ihre Gesprächsbereitschaft über die in Heringen umstrittene Renaturierung angeboten hatte.

In dem Schreiben erinnert Ries daran, dass er selbst früher Mitglied bei den Grünen war. „Inzwischen bin ich seit gut zehn Jahren Bürgermeister meiner Stadt, aber nicht mehr bei den Grünen, weil die plötzlich Krieg führen wollten und ich das als ehemaliger Soldat nicht gutheißen konnte. Davon abgesehen, hat sich meine Einstellung zur Umwelt nicht geändert.“ Deshalb habe Heringen auch in viele „urgrüne Projekte“ wie Windkraft oder Grundwasserschutz investiert.

„Menschen begeistern“

Ries kritisiert, dass bislang kein Vertreter des RP oder des Umweltministeriums über die Renaturierung mit den Bürgern in Heringen gesprochen habe, obwohl diese viel Erfahrung mit der Werra haben.

„Wir wollen nämlich etwas Gutes für unsere Umwelt, aber es muss auch Sinn machen und vor allem, man muss die Menschen dafür begeistern und sie nicht – wie geschehen – wie unmündige dumme Kinder behandeln und vor den Kopf stoßen.“ Die Ministerin möge deshalb bitte wie versprochen, eine Brücke zu den Menschen bauen. (kai)

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