Internet-Lösung für Nordhessen ist nach Meinung des Heringer Bürgermeisters nicht umsetzbar

Hans Ries kritisiert Breitbandprojekt

Heringen. Heringens Bürgermeister Hans Ries kritisiert in einer Pressemitteilung das Nordhessen-Projekt Breitband. Seiner Ansicht nach ist es in seiner angedachten Form überhaupt nicht umsetzbar. Die Planungen für das Heringer Projekt hätten bereits im Jahre 2009 begonnen. Und erst jetzt, im Jahre 2015, könne langsam mit der Internetversorgung der Bevölkerung in Heringen begonnen werden.

So wurden in Heringen 33 Kilometer Leerrohr für Glasfaser verlegt. Welche Schwierigkeiten die Stadt dabei im Vorfeld hatte, davon zeugen riesige Aktenberge, deren Erstellung durch ein Spezialbüro Jahre in Anspruch genommen hätten.

„Jetzt muss man sich das einmal unter vielfach schlechteren Bedingungen auf der Fläche von ganz Nordhessen vorstellen. Wie viele Jahrzehnte soll es denn dauern, um allein die Planungen, Gestattungsverträge und in Folge die Leistungsverzeichnisse für die nötigen Tiefbauarbeiten zu erstellen?“, fragt Ries.

Zudem fragt er spitzbübisch in Richtung Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt: „Ich bin mal gespannt, welche Unterlagen in den vergangenen drei Jahren für das sogenannte Nordhessen-Projekt „Breitband“, in dem unser Landrat nach meiner Kenntnis als Vorsitzender des Beirates sitzt, erarbeitet wurden?“

Wenn jetzt nicht ganz schnell umgesteuert und gehandelt werde, sei der Landkreis für immer abgehängt, „weil er in einer entscheidenden Phase für junge Unternehmen und junge Menschen als Ansiedlungs- und Lebensraum ausfällt“, betont Ries. Aber genau das könne natürlich wieder ein wichtiges politisches Ziel zugunsten der Ballungsräume sein, glaubt der Heringer Bürgermeister. (red/rey)

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