Im Vorraum der Sparkasse in Schenklengsfeld gibt es jetzt einen Defibrillator

Handlicher Lebensretter

Handlich: Der Defibrillator soll bei Patienten eingesetzt werden, deren Herz aufgehört hat zu schlagen. Gewartet wird der Lebensretter von Jürgen Daube vom örtlichen DRK. Foto: Reymond

Schenklengsfeld. Ein kleiner Lebensretter in Handtaschengröße befindet sich seit Dienstagabend im Vorraum der Sparkasse in Schenklengsfeld. Dabei handelt es sich um einen Defibrillator, der in einem kleinen Blechkasten mit Glasfront untergebracht ist.

Mit Hilfe dieses handlichen High-Tech-Gerätes können im Notfall direkt vor Ort Menschen gerettet werden, die sonst am plötzlichen Herztod infolge von „Kammerflimmern“ sterben würden. Mit über 200 Watt arbeitet dieses neue Elektroschock-Gerät.

Die Bedienung ist kinderleicht. Nachdem man die Tasche geöffnet hat, wird per Sprachanleitung genau erklärt, wie die Elektroden am Körper anzubringen sind. Ferner erstellt das Gerät automatisch eine Diagnose, aufgrund derer ein Schock abgegeben wird.

Herzdruckmassage

„Wenn das Herz des Betroffenen wieder schlägt, ist aber noch lange nicht alles wieder in Ordnung. Dann muss der Patient natürlich wiederbelebt werden“, erklärt Gudrun Ernst vom Schenklengsfelder DRK. Doch keine Furcht, auch dabei hilft das Gerät den Rettern, indem es auch die Herzdruckmassage und die Beatmung anleitet, die auf den Elektroschock folgen.

Eigentlich hoffen die Verantwortlichen des Deutschen Roten Kreuzes darauf, dass das Gerät nicht gebraucht wird, doch die Realität sieht anders aus. Laut Statistik sterben jedes Jahr mehr als 150 000 Menschen in Deutschland am sogenannten „plötzlichen“ Herztod. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat die Sparkasse Hersfeld-Rotenburg in den vergangenen Jahren bereits fünf solcher Defibrillatoren in einigen Filialen installiert.

Sparkasse zahlt

Die Kosten für den Defibrillator in Schenklengsfeld in Höhe von rund 2100 Euro übernimmt die Sparkasse.

Im Notfall greift natürlich auch das Schenklengsfelder DRK auf diesen Defibrillator zurück. Jürgen Daube vom DRK-Schenklengsfeld sorgt dafür, dass das Gerät immer einwandfrei funktioniert.

Von Mario Reymond

Kommentare