Betreiberin sieht sich durch hohen Umsatzrückgang zum Aufgeben gezwungen

Gutkauf schließt Ende April

Mansbach. Der Gutkauf-Markt in Mansbach schließt Ende April. Betreiberin Elisabeth Wolf gibt wirtschaftliche Gründe für ihre Entscheidung an. „Die Mansbacher haben uns überhaupt nicht unterstützt. Auch wenn wir kein Supermarkt sind, so gibt es bei uns alles – sogar Wurst und Käse“, sagt Wolf. Doch Umsatzrückgänge von bis zu 60 Prozent in den vergangenen beiden Jahren hätten keine andere Entscheidung zugelassen. „Die jungen Mansbacher unterstützen uns kaum und die älteren Bewohner sterben langsam weg“, teilt Elisabeth Wolf weiter mit.

Diese Entscheidung sei sehr zum Bedauern des Ortsbeirats und des Bürgermeisters gefallen. Die Nahversorgung sei im Zeitalter des demographischen Wandels wichtiger denn je, sind sich Bürgermeister Andre Stenda und Ortsvorsteher Karsten Kimpel einig.

Der Ortsbeirat würde es sehr begrüßen, wenn eine Nachfolgelösung gefunden werden könnte. Nun gelte es Betreiber oder Investoren zu finden. Mit den knapp 1200 Einwohnern in Mansbach sowie den Menschen in den umliegenden Ortsteilen, sei durchaus Potenzial für das wirtschaftliche Betreiben eines Lebensmittelmarktes vorhanden.

Nachfolger gesucht

Daran, dass ein Nachfolger oder anderer Betreiber ein Lebensmittelgeschäft in Mansbach lukrativ betreiben könne, glaubt Wolf nicht. „Die Menschen sind einfach nicht bereit, vielleicht zehn oder zwanzig Cent mehr für ein Produkt direkt vor der Haustür auszugeben. Da wird lieber in große Einkaufsmärkte oder zum Discounter gefahren. Einen Nachmieter für das Geschäft habe der Eigentümer der Immobilie noch nicht gefunden.

Falls es dennoch Interessenten gebe, steht Bürgermeister Andre Stenda als Ansprechpartner zur Verfügung. „Wir werden alles versuchen, um das Leben im ländlichen Raum weiterhin attraktiv zu erhalten“, sagte er.

Von Mario Reymond

Kommentare