Spendenaktion „Red Noahs Day“ lockte Jung und Alt in die Festhalle Friedewald

Gutes tun mit viel Spaß

Bedankten sich herzlich bei 11 Organisatoren und rund 40 freiwilligen Helfern: Kerstin und Maik Dorsch mit ihrem achtjährigen Sohn Noah, für dessen Schulbegleitung und Therapie Spenden beim Red Noahs Day gesammelt wurden. Foto: Nicole Wagner

Friedewald. Schon aus der Ferne hört man das Gekreische und Geplapper von aufgeregten und vergnügten Kindern auf dem Spielplatz vor der Festhalle. Dort, wo eine große, bunte Hüpfburg zum Toben einlädt und viele interessierte Besucher sich auf Bänken unterhalten, scheint es auf den ersten Blick so, als würde sich das Dorf bloß zu einem vergnüglichen Nachmittag treffen.

Aber alle sind hier, um dem kleinen Noah (8) zu helfen, der an einer bilateralen spastischen Cerebralparese mit einer schweren motorischen Funktionsstörung leidet. Familie und Freunde hatten den Benefiznachmittag, der am Sonntag stattfand, gemeinsam organisiert und freuten sich über viel Unterstützung und Zuspruch.

Aufgeregt schüttelt der achtjährige Noah Dorsch die Hände vieler Menschen und verteilt immer wieder Umarmungen und Danksagungen. „Er hat sich unheimlich gefreut“, erzählt seine Mutter Kerstin Dorsch. „Wir sind wahnsinnig glücklich, dass so viele Menschen geholfen haben und es so viel Sinn für Gemeinschaft in Friedewald gibt.“

Grenzenlose Dankbarkeit

Gemeinsam mit ihrem Mann Maik bedankt auch sie sich immer wieder für die großzügigen Spenden so vieler Vereine, Firmen und Privatpersonen, zu denen auch Sachpreise für eine Tombola zählten. „Unterstützt wurden wir auch von der ‚Bürgerinitiative für ein l(i)ebenswertes Friedewald’“, sagt Maik Dorsch. „Damit sollen auch andere soziale Projekte gefördert werden.“

Die Idee, einen Spendentag zugunsten des kleinen Noah zu organisieren, kam den elf Organisatoren während der Geburtstagsfeier von Mutter Kerstin. Zu Beginn sollte nur eine Möglichkeit gefunden werden, die teure Schulbegleitung, auf die der Achtjährige angewiesen ist und die nur teilweise bezuschusst wird, zu finanzieren. Später kam der Gedanke hinzu, dass ein finanzielles Polster für die vielen notwendigen Operationen, deren Kosten ebenfalls nur anteilig von den Trägern übernommen werden, der Familie erheblich helfen würde. „Spätestens nächstes Jahr wird wieder eine OP anstehen“, erklärt Mutter Kerstin.

Der lebensfrohe Noah war vor acht Jahren zu früh zur Welt gekommen und hatte durch Komplikationen in den ersten Lebenswochen schwere bleibende Schäden zurückbehalten.

Ohne Rollstuhl auskommen

Seit letztem Jahr wird er vierteljährlich in einer Münchner Spezialklinik im Rahmen der Biofeedback-Therapie nach Bruckner behandelt, die Hoffnungen macht, dass er später einmal längere Abschnitte ohne seinen Rollstuhl auskommen wird. Dabei werden noch normal funktionierende Nervenzellen trainiert, neue Verbindungen zum Muskel herzustellen und deren Funktion zu verbessern.

Für die Unterhaltung sorgte neben der Feuerwehr Friedewald, die Rundfahrten im Löschfahrzeug anbot, auch die Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg, die eine Hundevorführung und Probesitzen auf einem Polizeimotorrad anbot.

Auch weiterhin sind Spenden möglich. Wer helfen möchte, kann sich an die neu gegründete Bürgerinitiative oder die Gemeinde Friedewald wenden.

Von Nicole Wagner

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