Wochenendporträt: Rebecca Müller ist eine Stütze des DRK in Philippsthal

Gute Gefühle beim Helfen

Ausgezeichnet: Rebecca Müller aus Philippsthal erhielt am Weltblutspendertag in Berlin die von Jette Joop designte Ehrennadel des Deutschen Roten Kreuzes. Foto: nh

Philippsthal. Anderen Menschen zu helfen, das ist für Rebecca Müller aus Philippsthal eine Selbstverständlichkeit. Schon als Jugendliche hat die heute 25-Jährige erkannt, dass es ein gutes Gefühl erzeugt, wenn man etwas für seine Mitmenschen tut.

„Es war an der Heringer Werratalschule, da bin ich damals zur Schulsanitäterin ausgebildet worden. Und von da an wollte ich eigentlich nichts anders mehr tun, als für Hilfsbedürftige da zu sein“, erinnert sich Rebecca Müller.

Vor zehn Jahren trat sie dann als aktives Mitglied dem DRK-Ortsverband in ihrem Heimatort bei. Auch deshalb, weil ihr Vater und ihre Tante sich nach einer längeren Unterbrechung ebenfalls wieder aktiv im DRK engagierten.

Gelernte Arzthelferin

Fast selbstverständlich lernte Rebecca Müller Arzthelferin. Mittlerweile ist sie beim medizinischen Dienst des Unternehmens K+S beschäftigt. Hin und wieder hilft sie auch noch stundenweise in einer Philippsthaler Arztpraxis aus. Und seit fast zehn Jahren engagiert sie sich für das DRK bei den Blutspendetagen in Philippsthal. „Dort übernehme ich immer die Anmeldung“, sagt die 25-Jährige. Weil sie sich so für andere einsetzt, wurde Rebecca Müller jetzt am Weltblutspendertag, 14. Juni, in Berlin zusammen mit 64 anderen Personen vom Blutspendendienst des DRK ausgezeichnet. Im Humboldt Carré erhielt die Philippsthalerin eine Ehrenurkunde sowie eine von Jette Joop designte Ehrennadel. Die Auszeichnung nahmen der DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters, DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg aus Oberaula und DRK-Botschafterin Carmen Nebel vor.

Der Weltblutspendertag wird zu Ehren von Karl Landsteiner, dem Entdecker des ABO-Systems der Blutgruppen und Begründer der modernen Transfusionsmedizin, jährlich an dessen Geburtstag begangen. Er macht darauf aufmerksam, wie notwendig die freiwillige und unentgeltliche Blutspende ist.

Seit 2004 nehmen die Blutspendedienste des DRK diesen Tag zum Anlass, um das persönliche Engagement der Blutspender und der ehrenamtlichen Helfer zu würdigen. Und diesmal war auch Rebecca Müller dabei.

Neben der Auszeichnung bekamen die Teilnehmer viel geboten. Der Besuch des Musicals „Tanz der Vampire“ im Stage Theater des Westens stand ebenso auf dem Programm wie eine Schiffsrundfahrt durch Berlins historische Mitte.

Keine Gaumenfreude

„Das waren schon unvergessliche Tage“, freut sich Rebecca Müller. Nur einen Minuspunkt hat die Philippsthalerin zu vergeben: „Die Currywurst in Berlin schmeckt überhaupt nicht, obwohl sie dort ja erfunden wurde“.

Geschmacklich ganz im Gegensatz dazu steht das, was die Sozialfrauen des Philippsthaler DRK zubereiten. „Zu den Blutspendeterminen gibt es immer ein tolles Essen für die Spender“. Und auch sonst sind Rebecca Müller und ihre ehrenamtlichen Kolleginnen kreativ.

So werden während des Kirmesfestzuges am morgigen Sonntag in Philippsthal etwa 400 Spritzen, gefüllt mit einem Gemisch aus Wodka und Wackelpudding, an die Zuschauer verteilt. An jeder Spritze hängt – ganz im Zeichen der Hilfe – natürlich ein Zettel, der auf den nächsten DRK-Blutspendetermin am Freitag, 20. Juli, in Philippsthal hinweist.

Von Mario Reymond

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