Die Freiwillige Feuerwehr Oberbreitzbach feierte ihr 75-jähriges Bestehen

Ein Lob für die Gründer

Kräftig ziehen und drücken: Bei der Feuerwehrolympiade ging es im sportlich lustigen Vergleich um Punkte und Zeiten. Hier versucht sich Daniela Leopold von der Kirmesjugend Oberbreitzbach im Wettmelken.

Oberbreitzbach. „Das 75-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Oberbreitzbach ist für unser kleines Dorf ein bedeutendes Ereignis, auf das wir zu Recht stolz sein können“, stellte Wehrführer und Vereinsvorsitzender Udo Salzer zur Eröffnung der Jubiläumsfeier fest.

Es sei heute kaum nachvollziehbar, dass 1937 unter den damals schwierigen Verhältnissen 16 Ortsbürger im Alter von 24 bis 52 Jahren freiwillig den Brandschutz übernahmen. Ohne Idealismus und Kameradschaft wäre das wohl kaum gelungen, lobte Salzer die Gründer der Feuerwehr Oberbreitzbach.

Durch aktive Vereinsarbeit und Motivation hätten sich seither immer wieder junge Menschen für den Dienst gefunden. Doch darüber hinaus habe sich die Feuerwehr auch stets aktiv am gesellschaftlichen Leben beteiligt, sieht Vorsitzender Salzer seinen Verein fest im Dorf verwurzelt. Auch Hohenrodas Bürgermeister Jörg Schäfer sprach seine Anerkennung aus. Der freiwillige Feuerwehrdienst bleibe ein unentbehrlicher Eckpfeiler der Sicherheit in der Gemeinde. Es sei nicht hoch genug einzuschätzen, was Frauen und Männer unter persönlichem Verzicht zum Wohl der Allgemeinheit leisteten. Die Saat dazu werde aber bereits in einer erfolgreichen Nachwuchsarbeit gelegt, hofft Schäfer zumindest für die nächsten Jahre auf ausreichende Personalstärke der Gemeindefeuerwehren.

Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz bescheinigte den Feuerwehrleuten ein hohes Maß an Vielseitigkeit. Zur ursprünglichen Brandbekämpfung sei immer öfter der Einsatz bei Unfällen, Natur- und Umweltkatastrophen und sogar bei menschlichen Hilfsdiensten hinzugekommen. Die personelle und technische Ausstattung dafür werde im Prinzip vorausgesetzt, doch in Zeiten leerer Kassen zunehmend schwieriger bezahlbar sein.

Kritik an Vorgaben der EU

Keisbrandinspektor Jürgen Weingarten übte offene Kritik an Rahmenbedingungen der EU zur Arbeitszeit von Feuerwehrleuten. Dies sei in dem ländlich strukturierten freiwilligen Dienstsystem nicht praktikabel. Grußworte an die Jubiläumsfeuerwehr überbrachten zudem die Abgeordneten Michael Roth und Torsten Warnecke.

Das Fest wurde am Tag darauf mit einem lustigen sportlichen Vergleich fortgesetzt, an dem sich mehrere Vereine aus der Gemeinde beteiligten. (ha)

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