Hessischer Denkmalschutzpreis für Engers Hof – Landesamt würdigt die Eigenleistung

Großer Einsatz für ein Denkmal

Der Engershof in Schenklengsfeld/Hilmes erhält den Hessischen Denkmalschutzpreis. Das Fachwerkwohnhaus wurde 1765 von Emanuel Deyseroth errichtet.

Hilmes. Für die gelungene Sanierung alter Bauten wurde Engers Hof in Hilmes neben acht anderen Projekten mit dem hessischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet. Für ihr vorbildliches Engagement und ihr großes Maß an Eigenleistung wurde die Familie Gebauer mit dem Preis ausgezeichnet.

„Seit vielen Generationen legt die Familie Gebauer bei der behutsamen und sensiblen Pflege ihrer Hofanlage größten Wert auf denkmalverträgliche Baumaterialien. Durch die jüngst erfolgte Instandsetzung der Fassaden und der Dächer am Engers Hof konnte diese Tradition fortgeführt werden, sodass die Hofreite bis heute weitestgehend unverändert als imposantes Bauwerk die Ortsmitte von Hilmes schmückt“, sagte Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen.

Gerade in den Ortsmitten ländlicher Regionen sei es notwendig, durch beispielhafte Sanierungen zum Erscheinungsbild des Ortes beizutragen, denn häufig wirke dies vorbildlich und inspiriere andere bei der Instandsetzung ihrer Immobilie.

Die seit 1999 denkmalgeschützte Hofanlage ist nachweislich seit über 400 Jahren ununterbrochen im Besitz der Familie. Das heutige Wohngebäude wurde von Emanuel Deyseroth im Jahre 1765 errichtet. Auf einem Sandstein-Kellersockel erheben sich zwei Stockwerke mit auskragendem Obergeschoss. Die Fachwerk-Konstruktion aus Eichenholz mit dem durch Mannfiguren verstrebten reichen Gefüge zeigt Herzdekore in den Kopfbrettern und zur Säule ausgeschnittene Eckständer.

Harmonisches Bild

Die heutige Gestalt des dreiseitig umbauten Engers Hof entstand 1954 mit dem Abbruch der schmalen linksseitigen Stallgebäude sowie diverser Anbauten und der folgenden Errichtung eines neuen Stall- und Wirtschaftsgebäudes. Durch die ergänzende Wiederherstellung der Fachwerkfassaden auf der Hofinnenseite entstand ein einheitliches und harmonisches Bild aus rechtsseitigem Wohnhaus und damit verbundenen U-förmig angelegten Wirtschaftsbauten sowie einem qualitätsvollen Abschluss in Form der Naturstein-Mauer. (red/cge)

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