Viel Prominenz und jede Menge gute Worte bei der Amtseinführung von Dirk Noll

Großer Bahnhof im Bürgerhaus

Stullen schmieren wie die Weltmeister: Die Damen vom Landfrauenverein Friedewald sorgten dafür, dass keiner hungern musste.

Friedewald. Für Klaus Kraft war es ein glücklicher Abend. Nach einem halben Jahr als Aushilfs-Bürgermeister darf der Förster nun endlich wieder zurück in seinen geliebten Wald. Gleichwohl zollten ihm alle Lob und Dank für seine Arbeit im Rathaus. Dort hatte Kraft in den vergangenen Monaten gelernt das die Menschen ein „doppeldeutiges Verhältnis“ zu ihrem Bürgermeister haben – „es schwankt zwischen Buhmann und Lokalheld“, sagte Kraft in seiner launigen Rede zur Amtseinführung von Dirk Noll.

Davon können wohl auch die anderen Bürgermeister und Politiker ein Lied singen, die in großer Zahl zum Festakt im Bürgerhaus erschienen waren. „Ich wünsche Ihnen immer ein so volles Haus – auch bei den Sitzungen der Gemeindevertretung“, sagte Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch, Noch-Chef des Noch-Kämmerers Dirk Noll, der diesen „mit einem weinenden Auge ziehen lässt“. Kreuch gab Noll einen guten Rat mit auf den Weg: „In der Kommunalpolitik gibt es kein ihr und kein ich, sondern nur ein wir“.

An Gemeinsamkeit gab es an diesem Abend jedenfalls keinen Mangel. Die Vorsitzende des Gemeindeparlaments, Birgit Licht, die Noll vereidigt hatte, sagte ihm die Unterstützung des Parlaments zu und wünschte dem neuen Rathauschef „bürgermeisterliche Gedanken“. Auch die anderen Redner – darunter Landrat Dr. Schmidt, die beiden Bundestagsabgeordneten, Thomas Baumann aus Ludwigsau für die Bürgermeister des Kreises und Wildecks Erster Beigeordneter Armin Krapf – sparten in ihren Grußworten nicht an Rat, Lob und Ermutigung.

Der neue Bürgermeister selbst dankte in seiner Antrittsrede zuerst seinem Kontrahenten im Wahlkampf, Wolfgang Bax, der aus dienstlichen Gründen nicht an der Feier teilnehmen konnte, für den fairen Wahlkampf.

Er reichte damit auch der Opposition die Hand und appellierte an alle: „Lassen Sie uns an einem Strang ziehen.“ Noll sagte, er wolle Friedewald und den Bürgern der Gemeinde dienen. „Ich bin durch und durch Sportler – deshalb ist Fairness für mich auch besonders wichtig.“

Nach dem offiziellen Teil wurde es dann gemütlich. Der Landfrauenverein Friedewald hatte Unmengen von belegten Broten geschmiert, sodass nach diesem Abend die Gemeinde Friedewald gut gestärkt in eine neue politische Zeit starten kann. (kai)

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