Dinkelrode bekommt zum 775-jährigen Bestehen die Freiherr-vom-Stein-Plakette

Große Ehre für kleines Dorf

Bereiten sich auf das Dorfjubiläum am 1. Mai vor: Festausschuss und Helfer, darunter Sofia Höck, mit fünf Jahren die jüngste Einwohnerin von Dinkelrode. Foto: Landsiedel

Dinkelrode. Einen ganz besonderen Anlaß zum Feiern hat in diesem Jahr Dinkelrode. Das mit 96 Einwohnern drittkleinste Dörfchen innerhalb der Großgemeinde Schenklengsfeld, 1240 erstmalig als „Villa Tinchenrod“ urkundlich erwähnt, feiert am Freitag, 1. Mai, sein 775-jähriges Ortsjubiläum.

„Damit sind wir der zweitälteste Ortsteil von Schenklengsfeld“ berichtet Ortsvorsteher Joachim Pankow stolz. Dass dies ein ganz besonderes Ereignis ist, zeige auch die Tatsache, dass Dinkelrode anlässlich der Jahrfeier die „Freiherr-vom-Stein-Plakette“ verliehen werden soll, ergänzt Pankow. Die Plakette kann Gemeinden und Städten verliehen werden, die auf ein mindestens 750-jähriges Bestehen zurückblicken und das historische Ereignis im festlichen Rahmen feiern.

Jeder packt mit an

Nicht erst seit dem Kreis-Freiwilligentag machen deshalb die Dinkelröder ihr Dorf fit für die 775-Jahrfeier. Dabei ist die ganze Dorfgemeinschaft von Jung bis Alt in die Vorbereitungen mit eingebunden und packt tatkräftig mit an. „Je kleiner so ein Dörfchen ist, desto größer sind Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn“, berichtet der Ortsvorsteher. Die Feierlichkeiten beginnen um 10 Uhr mit einem Gottesdienst, musikalisch begleitet vom Posaunenchor Schenklengsfeld, im Festzelt neben dem Dorfheim. Im Anschluss folgt nach der Festrede und den Grußworten der Ehrengäste – Staatsminister Michael Roth, Bundestagsabgeordneter Helmut Heiderich, Landtagsabgeordneter Torsten Warnecke und die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz haben ihr Kommen bereits zugesagt – die Ehrung verdienter Dinkelröder Persönlichkeiten. Auch die anlässlich des Jubiläums liebevoll zusammengestellte Dorfchronik wird in diesem Rahmen vorgestellt.

Rund um den Dorfplatz gibt es ein buntes Markttreiben mit vielen Ständen, an denen Produkte aus regionaler Herstellung erworben werden können; im Dorfheim gibt es eine Ausstellung mit historischen Fotos.

Kutschfahrten, Hüpfburg, Torwandschießen und viele weitere Aktivitäten sollen auch bei den jüngeren Gästen keine Langeweile aufkommen lassen. Dass die Dinkelröder ihre Gäste mit vielen kulinarischen Spezialitäten wie Spießbraten, Zwiebelkuchen oder Suppe aus der Gulaschkanone und natürlich Kaffee und Kuchen verwöhnen wollen, muss eigentlich nicht extra erwähnt werden. Für die musikalische Unterhaltung sorgt das Ringberg-Echo, das ab Mittag am Dorfplatz zum Tanz aufspielen wird.

Von Thomas Landsiedel

Kommentare