Feier der Partnerkommunen Philippsthal, Vacha und Dorndorf an der Werrabrücke

An Grenzöffnung erinnert

Geschichtsträchtiger Ort: Mit Ansprachen von Bürgermeister Ralf Orth aus Philippsthal (rechts), seiner Amtkollegen aus Vacha und Dorndorf sowie von Pfarrer Michael Brendler wurde an der historischen Werrabrücke an die Grenzöffnung gedacht. Foto: roda

Philippsthal. Die Grenzöffnungsfeier am Nordende der historischen Werrabrücke zwischen Vacha und Philippsthal hat sich inzwischen wohl zu einem Jahrestermin mit Tradition etabliert. Denn selbst zur 24. Wiederkehr jenes denkwürdigen Tages, als in Berlin die bis dahin unüberwindliche Grenze aufging, kamen wieder zahlreiche Besucher aus den Partnerkommunen Dorndorf, Vacha und Philippsthal sowie der Umgebung an den Ort, wo auch drei Tage später an der Werra die Mauer eingerissen wurde.

Philippsthals Bürgermeister Ralf Orth empfand in seiner Rede Freude als einfachste Form der Dankbarkeit und wollte dieses Gefühl als Moment der Besinnung in Zeiten allgemeiner Verunsicherung verstanden wissen. Jenseits aller medialen Horrormeldungen über die gegenwärtige Weltlage sollten doch die Lebensumstände mit der steten Konfliktgefahr vor der Grenzöffnung mit heute verglichen werden, um das friedliche Miteinander jetzt schätzen zu können. Orth bestätigte zudem die Partnerschaft der drei Kommunen und bezeichnete sie als Bemühung von Menschen, die über die bloße Nachbarschaft hinaus auch freundschaftliche Bande wollten. Die vom Posaunenchor Philippsthal musikalisch umrahmte Feier war zuvor von Vachas Bürgermeister Martin Müller eröffnet worden. Dessen Amtskollege Ingo Jendrusiak aus Dorndorf äußerte sich ebenso erfreut über das jährliche Zusammentreffen. Für die Kirchen sprachen der evangelischen Pfarrer Michael Brendler und sein katholischer Kollege Raimund Stitz aus Vacha nachdenkliche Worte.

Von Hans H. Hartmann

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