Viel zu lachen hatten die 170 Zuschauer beim Stück der Theaterfreunde Mansbach

Graf Poldi in Gabis Pension

Beifall: Viel Spaß hatten die Darsteller auf der Bühne ebenso wie das Publikum. Foto:  Heike Henning

mansbach. 170 Besucher starren gebannt auf den grünen Samtvorhang der Bühne. Nach einigen Minuten wird er ein Stück weit geöffnet und Hans-Werner Herrmann, der Intendant der Mansbacher Theaterfreunde, tritt in das Rampenlicht. Dann geht der Vorhang endlich komplett auf und das Theaterstück „Graf Poldis letzter Coup“ beginnt.

Die Pensionswirtin Gabi Wimmer (Elke Wolf) serviert ihrem Mann Walter Wimmer (Klaus Köhl) den morgendlichen Kaffee. Doch anstatt sich zu bedanken, nörgelt er nur. Der angeblich verwirrte Opa (Armin Schön) kommt hinzu und will von Gabi wissen, wohin er seine Brille gelegt hat. Dann erscheint noch der völlig verschlafene Sohn Olli (Maik Straub) in der Tür und beschwert sich, in diesem Haus nach einer durchsoffenen Nacht noch nicht mal ausschlafen zu können.

Techtelmechtel

Hier merkt man schon, dass es der armen Gabi in ihrer Pension nicht sonderlich gut geht. Aber Gott sei Dank hat sich ja der tolle Graf Poldi (Roland Rudolph) einquartiert und bezirzt Gabi nach allen Regeln der Kunst. Das ist natürlich auch ihrem Mann, dem Walter, aufgefallen. Um das Techtelmechtel der beiden besser beobachten zu können, tritt er mit seinem Freund Oskar Geizfrei (Hans-Werner Herrmann) eine erfundene Reise in den Urwald an. Aber nur Oskar fährt. Nach Frankfurt in ein „Hotel“.

Nun betritt Lore Geizfrei (Brigitte Eifert) in Putzkleidung die Bühne. „Wenn ein Mann im Haus ist, kommt doch einiges an Schmutz zusammen“, wettert sie los und meint, dass es eine Sammelstelle für Männer ab 50 geben müsste, bei der sie wieder abgegeben werden können.

Gabi kommt hinzu und so ziehen sie gemeinsam über ihre Männer her. Sie stellen fest, dass es keine charmanten Männer in Mansbach gibt. Graf Poldi gesellt sich zu den beiden und macht jetzt auch der Lore den Hof. Plötzlich geht die Tür auf und Waltine stöckelt in Mörderschuhen mit 15 Zentimeter Absätzen (tolle Körperbeherrschung von Klaus Köhl) hinzu. Und dann nimmt das Schicksal seinen verwirrenden Lauf. Bei dem spielt auch Mona (Simone Herrmann) eine Rolle. Sie hat in dem Hotel in Frankfurt gearbeitet, in dem Oskar die Zeche geprellt hat.

Super Leistung

Nach einem turbulenten Durcheinander kommt die ganze Geschichte schließlich zu einem guten Ende, wobei sich die Zuschauer köstlich amüsierten.

Eine super Leistung aller Schauspieler und Helfer, was das Publikum mit tosendem Applaus belohnte.

Von Heike Henning

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