Bürgerversammlung zu Breitband in Kleinensee

Glasfaser: Schneller Ausbau gewünscht

Kleinensee. Um die 50 Bürgerinnen und Bürger des Heringer Stadtteils Kleinensee hoben im örtlichen Gemeinschaftshaus die Hand, als sie von Bürgermeister Hans Ries anlässlich einer Informationsveranstaltung nach dem zügigen Anschluss an das städtische Glasfasernetz gefragt wurden.

Diese Verbindung muss zunächst noch über eine Leerrohrstrecke von Widdershausen her gelegt werden. Ebenso ist auch Bengendorf noch nicht angeschlossen. Der Bau der Leerrohrtrassen im Stadtgebiet insgesamt wurde mit 920 000 Euro zwar im aktuellen Haushalt eingeplant, zusammen mit anderen Bauprojekten jedoch von einer Mehrheit im Stadtrat unter Ausgabenvorbehalt gestellt.

Begründet wurde dieser Beschluss mit dem Haushaltssicherungskonzept zur desolaten Heringer Finanzlage. Damit läge auch nun der Anschluss von Kleinensee vorerst auf Eis. Das dort wohnende SPD-Fraktionsmitglied Bernd Maus verteidigte nun während der Veranstaltung die vorläufige Ausgabensperre wegen des hohen Schuldenstandes sowie einer unklaren Information seitens des Bürgermeisters. Außerdem richte sich diese Entscheidung nicht grundsätzlich gegen den weiteren Glasfasernetzausbau im Heringer Stadtgebiet, sondern verzögere ihn lediglich um ein Jahr.

Hans Ries hielt dem entgegen, mit dem Aufschub würde nichts gespart. Man müsse eher damit kalkulieren, dass die Baukosten noch steigen. Maus versprach aber, das eindeutige Votum der Kleinenseer Internetinteressenten für den raschen Netzanschluss an die anderen Stadtverordneten weiterzugeben. Diese müssen nämlich am kommenden Donnerstag in der Sitzung über den Haushalt abstimmen. Dabei hofft Bürgermeister Ries nun aufgrund der Stimmungslage in Kleinensee, eine Mehrheit für den sofortigen Netzausbau zu finden. (ha)

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