Zehn Jugendliche lernten viel über das Zusammenspiel von Bewegung und Ernährung

Gesundheit macht Schule

Die neuen Gesundheitsbotschafter zusammen mit Professor Dr. Dietrich Grönemeyer (Mitte). Es sind dies Marielle Wiegand, Tim Spilke, Salea Reusch, Judith Kümmel, Lehrerin Julia Renz, Laura Fiedler, Lea Hollstein, Moritz Herget, Elias Sirsch, Tobias Joachimsmeyer und Johannes Baier. Foto: nh

Schenklengsfeld. 60 Schülerinnen und Schüler aus ganz Hessen wurden in Bochum zu Gesundheitsbotschaftern ausgebildet. Dazu zählten auch zehn Mädchen und Jungen der Gesamtschule Schenklengsfeld, die mit ihrer Lehrerin Julia Renz nach Bochum gereist waren, um in den Genuss dieser besonderen Schulung zu kommen. Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer ist der Mann, der dies alles möglich machte.

Grönemeyer selbst ließ es sich nicht nehmen, die künftigen Gesundheitsbotschafter zu begrüßen und stimmte sie mit einem Vortrag zum Thema „Wirbelsäule und Bewegung“ ein. Kaum hatten sich die Jugendlichen hingesetzt, machte Grönemeyer ihnen im wahrsten Sinne des Wortes Beine. Hinstellen, aufpassen, mitmachen waren angesagt. Grönemeyer betonte, wie wichtig es ihm sei, dass schon Kinder ihren Körper kennenlernen und wissen, was sie tun können, wenn sie mal krank sind und noch wichtiger, was sie tun können, um gar nicht erst krank zu werden.

Der ausgebildete Gesundheitsbotschafter ist ein „Schülerlehrer“, von dem auch Lehrer noch etwas lernen können. „In den Schulen wird sich zu wenig bewegt. Wir, nein ihr müsst das ändern! Eure Ideen sind gefragt, gebt euer Wissen weiter!“ Der renommierte Arzt ermutigte die Schülerinnen und Schüler den anderen acht Referenten Löcher in den Bauch zu fragen.

Während des Seminars wurden den Jugendlichen an zwei anstrengenden, interessanten und sehr lehrreichen Tagen unterschiedliche gesundheitsbezogene Themenkomplexe von Ärzten, Pädagogen und anderen Spezialisten vermittelt. Das Programm umfasste Vorträge über den Bewegungsapparat, das Gleichgewicht, gesunde Ernährung und Sucht.

Erstmals war auch Mobbing ein Thema. Der Experte Wolfgang Kindler zeigte beides auf: Die Gefahren und Schutzmechanismen dagegen. Die Jugendlichen waren sehr beeindruckt von seinem Vortrag, weil er direkt von seinem Alltag berichtete und die Kinder sich somit persönlich angesprochen fühlten.

Sport und Geschicklichkeit

Die Gesundheitsbotschafter hatten an beiden Tagen viele Chancen, ihr theoretisches Wissen praktisch zu erleben und auszuprobieren. Ob Sportübungen im benachbarten Reha-Center „Wirbelwind“, Geschicklichkeitseinlagen auf einem Wii-Board, Gleichgewichtstraining oder ein Bio-Mittagessen – Wissen soll gelebt werden und Wissensdurst gestillt. „Jeder hat sein Schicksal auch selbst in der Hand“, sagte Grönemeyer. Die 60 Schüler Mädchen und Jungen hatten also die Chance, etwas mitzunehmen, das vielleicht ein Leben lang hilft: Das Wissen über ein besseres, ein gesünderes, ein bewegendes Leben. Nach zwei ereignisreichen Tagen fuhren die Kinder mit vielen neuen Ideen in den Köpfen nach Hause. Mit dabei hatte jeder neben all dem neuen Wissen auch ein Zertifikat und ein signiertes Buch – „Die neuen Abenteuer des kleinen Medicus“. (red/rey)

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