Gottesdienst, Gesang, und Ausstellung: Wüstfeld feierte 625-jähriges Bestehen

Geschichte allgegenwärtig

Auch altes Handwerk gab es zu bestaunen, etwa das Schmieden.

Wüstfeld. Er ist der Mittelpunkt im Ortsbild und stand somit auch im Fokus der großen Feier zum 625-jährigen Bestehen des Dorfes: der Wüstfelder Wasserturm. Im Rahmen des Festprogrammes konnten interessierte Besucher und Einheimische am Sonntag allerhand Wissenswertes in einem Vortrag mit anschließender Führung erfahren.

Das bunte Treiben im Dorf lockte zahlreiche Besucher in den Ort, der irgendwann zwischen 1376 und 1388 das erste Mal in einem Schriftstück erwähnt wurde.

Unterhaltung im Festzelt

„Ich wünsche Ihnen weiterhin eine tolle Dorfgemeinschaft und eine gute Zukunft.“ Mit diesen Worten wandte sich Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt an die versammelten Besucher im Festzelt und genoss anschließend gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Gensler und dem Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich den Auftritt des Schulchors der Grundschule Landeck in Schenklengsfeld. Dieser begeisterte das Publikum mit mehreren einstudierten Liedern und setzte das Unterhaltungsprogramm im Zelt erfolgreich fort, das mit einem Auftritt der Kinderspielstunde aus Wüstfeld und Erdmannrode begonnen hatte.

Am späten Nachmittag unterhielt außerdem eine ortsansässige Kindertanzgruppe die Festgemeinde und die Preise des „Wüstfeld-Rätsels“ wurden vergeben. Gesichtsinteressierte kamen im Dorfgemeinschaftshaus auf ihre Kosten. Dort boten die Veranstalter neben einer Bilderausstellung historischer Gebäude und Eindrücken aus dem Vereinsleben auch mehrere Vorträge über die Geschichte des Wasserturms, eine 500-jährige Familientradition und eine Funkmessanlage aus dem zweiten Weltkrieg.

So erfuhren Anwesende, dass unter anderem eine Unterschriftensammlung als Folge zahlreicher Beschwerden über die schlechte Wasserversorgung zur endgültigen Planung des Wasserturms geführt hatte. Obwohl es bereits 1890 erste Überlegungen zur Planung gab, fand die Einweihung des Wüstfelder Wahrzeichens erst 43 Jahre später statt.

Nachdem der Festtag mit einem morgendlichen Gottesdienst im Festzelt begonnen hatte, konnten die Besucher an Ständen allerlei Köstlichkeiten wie Ploatz und Paella genießen, landwirtschaftliche und handwerkliche Erzeugnisse erwerben und auf Informationstafeln Wissenswertes über die historischen Gebäude erfahren.

Hüpfburg und Kult-Auto

Für den Spaß der jungen Festteilnehmer sorgten unterdessen eine Hüpfburg und mehrere Kettcars.

Außerdem fand sich direkt an der Hauptstraße ein weiterer Hingucker, der bei Jung und Alt gleichermaßen Interesse geweckt haben dürfte: ein waschechter „DeLorean“-Sportwagen aus den 80er-Jahren, der durch die Filmtrilogie „Zurück in die Zukunft“ Kultstatus erreicht hatte.

Von Nicole Wagner

Wüstfeld feierte 625-jähriges Bestehen

Kommentare