Interkulturelles Buffet in der Fachschule für Sozialpädagogik in Heimboldshausen

Genuss aus fünf Kontinenten

Gekleidet in mexikanischen Trachten erklären Maria Rodriguez (rechts) und Marielle Schorn den Gästen ihre Rezepte aus dem zentralamerikanischen Land.

Heimboldshausen. „Auf diesen Tag habe ich mich schon seit Wochen gefreut“, zeigt sich Maria Rodriguez sichtlich begeistert und präsentiert stolz ihre „Flautas de pollo y de papa“, eines ihrer mexikanischen Gerichte, das verlockend nach Hühnchen duftet. Neben ihr steht Marielle Schorn und wartet ungeduldig darauf, das zweite mexikanische Gericht „Nacho ensalada“ vorzustellen.

Maria Rodriguez und Marielle Schorn absolvieren ihre Erzieherausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik der Beruflichen Schulen Obersberg. In den Räumen der Außenstelle in Heimboldshausen findet das interkulturelle Buffet statt, bei dem Kochteams von Studierenden Gerichte aus Afghanistan, Australien, China, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Indien, Italien, Mexiko, Russland, Togo, der Türkei und den USA zaubern.

Projektbegleitung

Shérif Korodowou, vom Impuls-Institut in Marburg und Lehrbeauftragter an der Fachschule, begleitet das Projekt. „Mir ist wichtig, dass die Gäste des Interkulturellen Buffets nicht nur die selbstgemachten Menüs aus verschiedenen Ländern und Regionen genießen können. Sie sollen auch Hintergrundwissen zu den Regionen und Mahlzeiten erhalten.“ Der aus Togo stammende Lehrbeauftragte, beteiligt sich ebenfalls mit einem Gericht am Buffet, das er kurz vor der Eröffnung vorstellt, ebenso wie die Studierenden.

„Das beste Essen Mexikos findet man nur selten in Restaurants“, informiert Maria Rodriguez und Marielle Schorn ergänzt, dass die mexikanische Küche eine einzigartige Mischung mittelamerikanischer, spanischer und arabischer Traditionen sei, die wiederum die Küche in Spanien beeinflusse. „Sie kann extrem einfach oder auch außerordentlich kompliziert sein“, betont die Studierende.

Aber nicht nur die Vorbereitung des Interkulturellen Buffets hat die 36 Studierenden begeistert. Alfia Saied und Martina Wermig, ebenfalls Studierende des zweiten Ausbildungsjahres der Fachschule für Sozialpädagogik, bedauern das Ende des halbjährigen Kurses, worin Themen wie interkulturelle Erziehung, Integration, Interkulturelle Konfliktbearbeitung behandelt wurden, sehr. Insbesondere die Rollenspiele, Übungen, Filme und Exkursionen haben bei ihnen einen großen Eindruck hinterlassen. „Die Begegnung mit Mitgliedern einer Moschee war für mich besonders interessant“, sagt Martina Wermig.

„Interkulturalität ist ein sensibles und wichtiges Thema, vor allem in Kindergärten und Jugendhilfeeinrichtungen. Deshalb freut es uns sehr, einen kompetenten Trainer für diesen Bereich gewonnen zu haben“, sagt Simone Gläser, Leiterin der Abteilung Ernährung/ Hauswirtschaft und Sozialwesen. „Sherif Korodowou vermittelt nicht nur die Inhalte, er lebt sie auch. Das kommt bei den Studierenden gut an“, ergänzt Simone Gläser.

Gäste, Freunde, Lehrer und Schüler nutzten jede Gelegenheit, um das Essen aus fünf Kontinenten zu probieren und dazu Musik aus aller Welt zu hören. (red/rey)

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