Frank Hildebrand (47) – SPD-Kandidat will das Wir-Gefühl in Hohenroda stärken

Das Gemeinwesen im Blick

Bald zu fünft: Felix, Fynn und Anja drücken Frank Hildebrand die Daumen. Noch in diesem Monat erhält die Familie Verstärkung durch eine Tochter. Foto: nh

Hohenroda. Als reizvolle Aufgabe bezeichnet Frank Hildebrand (47) das Amt des Bürgermeisters in der Gemeinde Hohenroda. Dort will er, der von den Sozialdemokraten unterstützt wird, bei der Direktwahl am 12. Mai den Sprung auf den Chefsessel im ersten Anlauf schaffen. „Ich habe viele positive Rückmeldungen bei den bisherigen Gesprächen mit den Bürgern erhalten, die mich frohen Mutes in Richtung Wahltag blicken lassen“. Kommunalpolitik ist für den 47-Jährigen, der zurzeit den Fachdienst Migration beim Landkreis Hersfeld-Rotenburg leitet, kein Fremdwort. 22 Jahre gehörte er dem Ortsbeirat in Sorga an, 18 Jahre davon als Ortsvorsteher. 14 Jahre engagierte er sich überdies für die SPD im Stadtparlament Bad Hersfeld.

Bürger mit einbinden

In all den Jahren seiner kommunalpolitischen Tätigkeit hat Hildebrand gelernt, dass alles leichter von der Hand geht, wenn die Bürger in die Entscheidungsfindung mit eingebunden werden. So will er es auch als Bürgermeister von Hohenroda halten. „Alle haben Ideen – auch die Bürger. Und von daher möchte ich ihnen eine Mitgestaltungsrolle einräumen. Es gilt, eine politisches Leitbild mit allen festzulegen“, erklärt Hildebrand.

In erster Linie gehe es darum, das Gemeinwesen in Hohenroda zu erhalten. „Mit Blick auf die demografische Entwicklung wird dies schwer genug“, merkt Hildebrand an. Er möchte mit einer zu gründenden Generationenhilfe dafür sorgen, dass ältere Menschen solange als möglich in den eigenen vier Wänden leben können.

„Über einen Verein oder eine Seniorengenossenschaft sollte dieser Bürgerhilfe geleistet werden. Die jüngeren Menschen, die den Senioren helfen, können sich ihre Arbeit vergüten lassen oder für später Stunden anhäufen, die sie dann, wenn sie selbst Hilfe benötigen, einsetzen können“, erklärt der SPD-Kandidat.

Neben der Hilfe für den Nächsten steht aber auch für Hildebrand die Gesundung der Kommune ganz oben auf der Prioritätenliste. Dabei soll die Ausweisung eines Gewerbegebiets in zentraler Lage von Hohenroda helfen. Auch wenn die Ansiedlung von Betrieben schwerfallen dürfte, müsse man jede Möglichkeit nutzen. Aus diesem Grund möchte Hildebrand auch die Breitbandversorgung schnellstmöglich ausbauen, um Hohenroda beispielsweise für Ingenieurbüros als Standort schmackhaft zu machen. Hilfreich beim Sparen sei natürlich auch die interkommunale Zusammenarbeit mit Friedewald.

Ein Kreisel muss her

Ganz oben auf seiner Agenda hat Hildebrand zudem einen Verkehrskreisel am Ortsrand von Ransbach im Kreuzungsbereich der beiden Landesstraßen 3172 und 3173. Diesen Gefahrenschwerpunkt gelte es zu beseitigen. Auch wenn dieses Projekt schon einmal von höherer Stelle abgelehnt worden sei, müsse man darum kämpfen. „Als ehemaliger Sorgaer weiß ich mit Blick auf die B 62, wovon ich spreche“. Neben der Verkehrsberuhigung setzt Hildebrand zudem auf den weiteren Ausbau des Radwegenetzes.

Von Mario Reymond

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