Vorstand soll einen Kriterienkatalog erstellen

Gemeinde gibt Geld für die Ortsjubiläen

Unterweisenborn. In der Großgemeinde Schenklengsfeld stehen in den kommenden beiden Jahren vier Ortsjubiläen an. Dies hat die Gemeindevertretung nun zum Anlass genommen, einen Förderkriterienkatalog erstellen zu lassen. Einstimmig wurde damit der Gemeindevorstand beauftragt. Wenn der Katalog erstellt ist, soll er dem Gemeindeparlament zur Beratung und Absegnung vorgelegt werden. Als Orientierungshilfe soll dabei der Ortsteil Schenksolz gelten. Dort wurde in diesem Jahr der 700. Geburtstag des Ortes gefeiert. Und die politische Gemeinde beteiligte sich an der Gestaltung und Umsetzung der Feierlichkeiten mit 4000 Euro.

Mehrheitlich beschlossen wurde auch, künftig weiter den Heimatkalender des Landkreises als Weihnachtsgeschenk an verdiente Schenklengsfelder verteilen zu wollen. Eigentlich hatte das Parlament schon vor einiger Zeit beschlossen, auf diese Präsente in Höhe von 1580 Euro zu verzichten. Dieser Beschluss wurde nun wieder aufgehoben. Da der ursprüngliche Verzicht auf die Weihnachtspräsente im Haushaltssicherungskonzept der Gemeinde aufgeführt war, soll dieser Konsolidierungsvorschlag nun ersatzlos gestrichen werden. Dieser Beschluss wurde bei zwei Gegenstimmen aus den Reihen der SPD gefasst.

Einig waren sich dann alle Gemeindevertreter wieder beim Verkauf des alten Lehrerwohnhauses in Wippershain. Das soll nun für 26 500 Euro an eine Familie veräußert werden, die sich optional auch vorstellen könnte, die Gaststätte des Breitensportfördervereins zu pachten und zu betreiben.

Ursprünglich wollte die Gemeinde 30 000 Euro für das Haus erzielen. Nach einer Ortsbesichtigung war diese Zahl aber auf 20 000 Euro nach unten korrigiert worden, sodass der aktuelle Kaufabschluss als Erfolg gewertet werden dürfte.

Hektik im Saal

Bei aller Einigkeit bis dahin, wurde es bei der Anpassung der Gebühr für teilanonyme Urnengräber doch noch hektisch im Saal. Den Sozialdemokraten war die Formulierung des Beschlusses nicht weitführend genug. „Immerhin handelt es sich dabei um eine Änderung der Gebührenordnung zur Friedhofsordnung“, argumentierte Tanja Hartdegen. Selbst nach einer fünfminütigen Sitzungsunterbrechung war kein akzeptabler Wortlaut gefunden. Also wurde dieser Punkt mehrheitlich noch einmal zurück an die Ausschüsse überwiesen, um dort einen passenden Beschluss-text zu finden.

Von Mario Reymond

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