Philippsthal kann für 2012 mit fünf Millionen Euro mehr Gewerbesteuern rechnen

Geld für Zukunftsprojekte

Philippsthal. Mit knapp fünf Millionen Euro höheren Gewerbesteuereinnahmen kann die Gemeinde Philippsthal noch für dieses Jahr rechnen. Diese erfreuliche Nachricht gab Bürgermeister Ralf Orth in der jüngsten Parlamentssitzung bekannt, als er den ersten Nachtragshaushalt vorlegte.

Hauptsächlich beteiligt an dem vorzeitigen Weihnachtsgeschenk ist wohl die nach wie vor gute Ertragslage des Unternehmens K+S GmbH mit dem Kaliwerk Werra. Damit können die zunächst auf zehn Millionen Euro vorsichtig kalkulierten Gewerbesteuereinnahmen für 2012 auf jetzt 15 Millionen Euro erhöht werden. Daraus ergibt sich laut Orth mehr Spielraum für Investitionen.

So etwa sollen 30 000 Euro für einen Lagerplatz an der Werra und 15 000 Euro für einen Wendehammer am Ende des Ginsterweges im Ortsteil Heimboldshausen ausgegeben werden.

Feuerwehr auf Wunschliste

Auch die Sanierung der Schlossmauer im zweiten Bauabschnitt wird mit 205 000 Euro zwar in den Büchern geführt, jedoch erst im nächsten Jahr konkret im Haushalt erscheinen. Denn für 2013 hat der Bund 110 000 Euro Zuschuss bei mindestens 400 000 Euro nachzuweisenden Kosten zugesagt.

Mit den sprudelnden Steuereinnahmen ließen sich allerdings auch zusätzliche Perspektiven entwickeln. Demgemäß erscheint in der vom Bürgermeister vorgetragenen Wunschliste unter anderem der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für Heimboldshausen und Röhrigshof. Die Brand- und Katastrophenschützer der nebeneinander liegenden Ortsteile werden zentral an der B 62 zwischen Getränkemarkt und Tankstelle einen gemeinsamen Standort erhalten, für dessen Planungskosten 21 000 Euro im Haushaltsnachtrag stehen.

Ebenfalls ein wichtiges Zukunftsprojekt der Gemeinde ist die Erweiterung des evangelischen Kindergartens „Kleine Landgrafen“ in Philippsthal mit 20 zusätzlich Krippenplätzen, die mit 70 000 Euro für Konzepte und Entwürfe angesetzt ist.

Der Haushaltsnachtrag insgesamt wurde einstimmig an die beratenden Ausschüsse überwiesen. Gleichermaßen ohne Vorbehalte stimmte die Gemeindevertreter im nächsten Tagesordnungspunkt dem erwähnten Kindertagesstättenanbau zu. In der Begründung wurde zudem auf die Lage des Projekts und die endgültige Beschlussfassung zur Parlamentssitzung am 12. November hingewiesen. (ha)

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