Mitglieder des Christophorus-Vereins Heringen inszenieren Krippenspiel

Geburt Jesu mit Bezug zu heute

Regieanweisungen: Spielleiter Claus Heymann hat das Ensemble um sich versammelt und äußert seine Szenenvorstellung. In der Krippenspielaufführung des Christophorus-Vereins Heringen übernimmt Andreas Schäfer die Rolle des Josef. Angela Meier spielt die Maria (von rechts). Foto: roda

Heringen. Das wohl bekannteste Mysterienspiel von der Geburt Jesus Christus wollen Mitglieder des Christophorus-Vereins Heringen am 4. Advent in der evangelischen Kirche szenisch aufführen.

Dafür üben schon seit geraumer Zeit 18 Frauen und Männer im Martin-Luther-Haus ihren Auftritt. Texte werden teilweise noch abgelesen, aber auch schon frei gesprochen. Claus Heymann kennt sich als Ensemblemitglied des regional bekannten Pavillon-Theaters im Bühnenmilieu aus und hat deshalb die Spielleitung übernommen. In dieser Vorübungsphase greift er noch mehrfach ein. Korrigiert Körperhaltungen sowie Bewegungen und fordert mitunter deutlichere Gestik und Sprechweise. Manchmal stellt er sich mitten ins Geschehen und spielt die Szene selbst vor.

In seiner Inszenierung mit erwachsenen Laienschauspielern wird die längst bekannte Geschichte zwar als durchgehende Rahmenhandlung belassen. Bezüge zur Gegenwart mit ihren Problemen sind allerdings erkennbar und auch so gewollt.

Brücke schlagen

Die Begegnung von Passanten mit Engeln zum Beispiel, ist so eine Schnittstelle, die dem Publikum die Brücke von früher zu heute bauen soll. Auch der ironische Verdacht Josefs an Marias Schwangerschaft lässt Vergleiche mit der heutigen Zeit zu.

Das Krippenspiel – mit musikalischer Begleitung – wird am kommenden Sonntag, 23. Dezember, ab 18 Uhr in der evangelischen Stadtkirche in Heringen aufgeführt.

Das HR-Fernsehen macht übrigens Filmaufnahmen von der letzten Probe am kommenden Freitag. Teile des Krippenspiels sollen Heiligabend während der Hessenschau ausgestrahlt werden. (ha)

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