Bürgerinitiative für ein l(i)ebenswertes Friedewald warnt vor Windpark Waltersberg

Furcht vor Schattenwurf

Friedewald. Die Bürgerinitiative für ein l(i)ebenswertes Friedewald informiert über das geplante Windkraftprojekt auf dem Waltersberg bei Herfa. Dort plant die Firma Enercon GmbH aus Burgwedel zehn Anlagen zu errichten. „Der Bau dieser Anlagen wird zu einer Veränderung des Landschaftsbildes führen – mit all seinen negativen Folgen: Verspargelung der Landschaft, Rodung von Waldgebieten, gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Infraschall, nächtliche Blinklichter und Schattenwurf“, schreibt die Initiative in einer Pressemitteilung.

Als besonders brisant bewertet die Initiative den durch die Anlagen zu erwartenden Schattenwurf. „Vor allem in den Wintermonaten nimmt der Schattenwurf wegen des tiefen Sonnenstandes zu. Vor allem die nach Süden hin ausgerichteten Häuser und Grundstücke werden betroffen sein“, schreiben die Vertreter der Initiative.

Enorme Belastung

Deshalb sei die Belastung durch Schattenwurf gesetzlich klar geregelt: Maximal acht Stunden pro Jahr dürfe ein sogenannter Immissionspunkt im Schatten stehen. Zusätzlich dürfe die tägliche Einwirkzeit 30 Minuten nicht überschreiten.

„Für Herfa werden diese Zeiten allerdings überschritten. Folglich muss die Anlage für die Schattenwurfzeit automatisch abgeschaltet werden. Wer kontrolliert aber später die Einhaltung dieser gesetzlichen Grenzwerte und wer setzt bei Verstößen dann im Nachhinein tatsächlich die erforderlichen Veränderungen durch?“, wollen die Mitglieder der Bürgerinitiative wissen. Nach der Installation und Inbetriebnahme der Windkraftanlagen auf dem Waltersberg wären besonders die Bachstraße, die Lautenhäuser Straße, der Neuröder Weg, der Trenkgarten, die Waltersbergstraße, die Friedewalder Straße, der Friedhofsweg, der Gartenweg und die Eisenacher Straße. (red/rey)

Informationen im Internet unter: www.friedewalder.info

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