Vorsichtige Schenklengsfelder Gemeindevertreter sorgen sich um die Finanzen

Furcht vor einer Rutsche

Wippershain. Die Schenklengsfelder Gemeindevertreter erhalten jetzt Einsicht in die Vertragswerke in Sachen Neugestaltung des Rathauses sowie den Solarpark im Gewerbegebiet betreffend. Dies hatten die Sozialdemokraten in zwei eigens formulierten Anträgen gefordert, die während der jüngsten Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Wippershain einstimmig abgesegnet wurden.

Flachdach ist der Knackpunkt

Bei der Umgestaltung des Rathaus gibt es demnach wohl Differenzen wegen einer angedachten Flachdachlösung. Und beim Solarpark waren die Gemeindevertreter immer davon ausgegangen, dass sich die interessierten Bürger daran finanziell beteiligen könnten. Doch auch das ist längst nicht gesichert. Der Solarpark selbst soll nach den Worten von Bürgermeister Stefan Gensler noch in diesem Jahr ans Netz gehen. Das habe ihm der Investor so mitgeteilt.

Hitzig diskutiert wurde auch die von der Bürgerliste vorgeschlagene Anschaffung einer Rutsche für das Schenklengsfelder Freibad, um es noch attraktiver zu machen. Die dafür benötigten knapp 50 000 Euro sollten in den Haushalt 2013 eingestellt werden. Dieses Vorhaben rief die SPD-Fraktionsvorsitzende Tanja Hartdegen auf den Plan. Auch sie würde sich eine solche Rutsche wünschen, doch wegen der angespannten Haushaltslage sei dieser Kauf mal eben so nicht zu realisieren. „Auch ich wäre dafür, wenn dadurch die Haushaltsgenehmigung nicht gefährdet würde. Aber von ihnen gibt es keinen Vorschlag zur Gegenfinanzierung“, erklärte Hartdegen. Sie stellte daher einen Antrag, das Rutschen-Projekt noch einmal an die Ausschüsse zu überweisen, damit es dort während der Haushaltsberatungen diskutiert werden kann. Dieser Antrag wurde von der Mehrheit von SPD und Grünen getragen.

Noch einmal intensiv diskutiert wurde ein Antrag der Bürgerliste, die feststellen möchte, ob der Ortsteil Wippershain ans Erdgasnetz der E.on angeschlossen werden kann. Die Bürgerliste hatte ihren Antrag zur Gasversorgung mit zwei Straßenbauprojekten in Wippershain gekoppelt, die im kommenden Jahr anstehen. Hier befürchteten die Sozialdemokraten, dass es durch die Erdgas-Anfrage zu Bauverzögerungen kommen könnte, weil man zunächst auf grünes Licht seitens des Energieversorgers warten könnte, um bei einem positiven Entscheid gleich die Erdgasrohre mit in die offenen Baugruben legen zu können.

Nachdem die Sozialdemokraten ihren Ergänzungsantrag durchgeboxt hatten, der eine Bauverzögerung ausschließt, stimmten auch sie sie einer Kontaktaufnahme des Gemeindevorstands in Sachen Erdgas für Wippershain mit dem Energieversorger zu.

Von Mario Reymond

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