Bürgerinitiative verteidigt Soisbergturm-Antennen

Funkanlage für verlässliche Hilfe

Beliebter Aussichtspunkt: Der Soisbergturm. Archivfoto: roda

Soislieden. Die Bürgerinitiative Aussichtsturm Soisberg verteidigt nach Kritik aus der Bevölkerung die Montage von Funkantennen auf dem höchsten Berg des hessischen Kegelspiels.

„Die Feuerwehren, Rettungsdienste sowie die Polizei – also sämtliche Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) - werden zukünftig über ein gemeinsames digitales Funknetz verfügen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vorsitzenden Hans Günther Berk aus Mansbach und seines Stellvertreters Leonhard Hohmann aus Ufhausen. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeute dies eine noch bessere, schnellere und verlässlichere Hilfeleistung im Notfall – bundesweit.

Vor sechs Jahren sei die Firma OR-Network für den Aufbau des schnellen Internets an die Bürgerinitiative Aussichtsturm Soisberg herangetreten und habe um die Genehmigung gebeten, den Turm zu nutzen. Die Frage der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) sei kurz gefolgt.

Im Gesamtvorstand sei über das Für und Wider der Nutzung des vorhandenen Turmes oder die Alternative, 50 Meter daneben einen neuen Sendemast errichten zu lassen, diskutiert worden. Die Mitgliederversammlung 2009 habe sich für für die Nutzung des Turmes ausgesprochen. „Im Alltag nutzen wir Funkwellen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen, die aufgrund des geringen Sendeabstandes mit erheblich höheren Feldstärken auf uns einwirken. Dies sind beispielsweise WLAN bei der Computernutzung, schnurlose Telefonanlagen, Handys, Smart-Phones, Fernbedienungen oder etwa das Babyphone“, schreiben Berk und Hohmann weiter. Zum Schutz elektromagnetischen Feldern habe der Gesetzgeber zahlreiche Regelungen erlassen. Diese müssten bei der Errichtung von Funkanlagen eingehalten werden. Die Regelungen basierten auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen der mehr als 90-jährigen Nutzung von Funktechnik in der Umgebung von Menschen, so Berk und Hohmann

„Die Einnahmen aus der Vermietung des Soisbergturmes an die Antennenbetreiber fließen vollständig in die Rücklage für eine Renovierung oder Reparatur des Turmes“, betonen Berk und Hohmann abschließend. (red/jce)

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