Landflucht stoppen

Friedewald soll attraktiver für junge Familien werden: Bürger entwickeln Konzept

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Dirk Noll

Friedewald. Vier Arbeitsgruppen haben sich in Friedewald gebildet, die nun weiter daran arbeiten wollen, die Dreienberggemeinde in den unterschiedlichsten Bereichen weiter voranzubringen. Ziel ist dabei immer, Friedewald für junge Familien interessant zu machen.

Ein Jahr lang hat sich Professor Wolfgang George, Leiter des Gießener-Transmit-Zentrums für Versorgungsforschung und Beratung, intensiv mit Friedewald und den Möglichkeiten, die Landflucht zu stoppen, befasst.

Ausarbeitung liegt vor

Wolfgang George

Seine Ausarbeitung – die sogenannte Vitalisierungsanalyse – stellte er nun vor. 23 engagierte Bürger beteiligten sich an dieser Abendveranstaltung. Dieser harte Kern wird es auch sein, der sich nun weiter in Arbeitsgruppen mit der Zukunft Friedewalds und den Veränderungsmöglichkeiten befassen wird.

Insgesamt fünf Arbeitsgruppen arbeiten in diesem Jahr nun an der Weiterentwicklung Friedewalds. Zunächst einmal wurden vier Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, die jeweils mit mindestens fünf am Projekt interessierten Bürgern bestückt sind. So will die „Neue Friedewälder Mitte“ sich mit der Fortentwicklung des dörflichen Lebens befassen. Angedacht ist beispielsweise die Etablierung eines Dorfladens, der ein kleines Sortiment vorhalten soll.

Die Gruppe „Dienstleistungszentrum“ arbeitet daran, ein Büro für den Dienstleistungsbereich zu installieren, das sich auch mit Marketing und Werbung für Friedewald befassen wird.

Das „Sozialforum“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche bestmöglich zu fördern.

Zudem möchte die Gruppe „Regionaltourismus“ – bezogen auf die Ortsteile Hillartshausen, Lautenhausen und Friedewald – eigene Produkte vor Ort erzeugen, aufarbeiten und präsentieren, sodass sie auch in der Gemeinde und der näheren Umgebung Abnehmer finden.

Kontrolliert und koordiniert werden all diese Arbeitsgruppen über die sogenannte Steuergruppe, der unter anderen Bürgermeister Dirk Noll und Professor George angehören. Dort laufen alle Fäden zusammen. „Wir müssen schauen, dass die Arbeit in den Gruppen auch tatsächlich zielführend ist und die ausgearbeiteten Projekte vor Ort in Friedewald auch umzusetzen sind. Im Herbst sollen klar definierte Oberziele feststehen, für die dann über die gemeindlichen Gremien auch Geld zur Verfügung gestellt werden kann“, erklärt der Bürgermeister. Im März sollen bereits erste Vorschläge der einzelnen Gruppen präsentiert und diskutiert werden.

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