Wochenendporträt: Simon Lepper ist der beste Pflegeschüler in Hessen

Mit Freude zum Erfolg

Der beste Pflegeschüler in Hessen: An einer Puppe lernt Simon Lepper den Umgang mit Patienten. Foto:Julia Hess

Bad Hersfeld/Philippsthal. „Ich bin ein Mensch, der es gerne hat, wenn die Sonne scheint“, stellt sich Simon Lepper grinsend vor. Der 22–Jährige aus Philippsthal war beim Vorentscheid des Bundeswettbewerbs „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege 2015“ der beste Teilnehmer aus Hessen.

Somit ist er einer der 23 Finalisten bei dem Endausscheid in Berlin. Er war von dem Institut für Gesundheitsberufe in Bad Hersfeld zum Vorentscheid nach Köln gesandt worden. Die Aufgabe bestand darin eine Klausur mit fünfzig Fragen so gut wie möglich zu beantworten. Bei dem Endausscheid in Berlin am 11. und 12. Juni wird er sich als einziger Hesse sowohl praktisch als auch theoretisch beweisen müssen. Dabei wird er von seiner Klasse unterstützt. Seine Mitschüler werden ihn nach Berlin begleiten und dort mit ihm gemeinsam vier Tage verbringen.

Der Pflegeschüler hat einen abwechslungsreichen Werdegang: Mit 18 hat er sein Abitur in Vacha gemacht. Danach hat er ein Freiwilliges Soziales Jahr im Klinikum Bad Hersfeld absolviert. Anschließend sammelte Lepper Erfahrungen im OP–Bereich im Klinikum Fulda.

Danach hat er ein halbes Jahr in einem Altenheim und schließlich noch auf der Intensivstation im Hünfelder Krankenhaus gearbeitet. „Ich wollte in jeden Bereich reinschauen. Dabei kam ich zu dem Entschluss, dass ich in dem Bereich Pflege, aber vor allem auch im Krankenhaus arbeiten möchte. Denn das Medizinische interessiert mich sehr.“

Im Moment ist er im zweiten Lehrjahr seiner Ausbildung und arbeitet am Klinikum in Hersfeld. Während Simon Lepper wie alle Pflegeschüler in der Theorie Schulungsfächer zu Pflege und Medizin belegt, steigert sich die Praxis langsam im Laufe der Ausbildung: „Am Anfang gewöhnt man sich an den Ablauf im Krankenhaus und erkennt die Hierarchie“, erklärt Lepper.

Besonders wichtig bei der Arbeit im Krankenhaus sei die Körperpflege der Patienten und wie man sie vor weiteren Krankheiten schützen kann.

In seiner Freizeit engagiert sich Simon Lepper in der Freiwilligen Feuerwehr Philippsthal. „Dort bin ich in der Einsatzabteilung. Es macht viel Spaß, wir haben eine tolle Gemeinschaft und es ist ein guter Ausgleich zum Alltag.“

Außerdem ist er Mitglied bei den Kirmesburschen. In dieser Gesellschaft hat er den Vorstandsposten des Kassierers inne. Zudem hilft er bei der Allgemeinarztpraxis seines Vaters aus und übernimmt dort kleinere Tätigkeiten. „Das ist eine gute Übung für den späteren Beruf“, erzählt Simon Lepper .

Für die Zukunft will er weiterhin Praxiserfahrungen sammeln: „Ich bin völlig offen, es kommt darauf an, wie mein Examen ausfällt.“ Besonders wäre er als Pfleger in dem Bereich der Anästhesie interessiert. Aber auch ein Studium der Pflegepädagogik oder sogar Medizin könnte er sich vorstellen.

Von Julia Hess

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