Bürgermeisterkandidat Dirk Noll will für angenehmes politisches Klima sorgen

Die Finanzen fest im Blick

Zuversichtlich: Ehefrau Michaela und die Kinder Hanna und Laura wünschen Dirk Noll alles Gute für die Bürgermeisterwahl in Friedewald. Foto: Reymond

Hönebach. Dirk Noll will Verantwortung für die Menschen in Friedewald übernehmen. „Ich komme aus der Verwaltung, und diese Arbeit macht mir Spaß. Natürlich auch der Kontakt zu den Bürgern“, erklärt der SPD-Bürgermeisterkandidat.

Für den 42-Jährigen, der 25 Jahre für die Gemeinde Wildeck arbeitete, und seit 2011 Leiter des Amtes für Finanzen bei der Stadt Gotha ist, spielt gerade das Geld eine große Rolle. „Sollte ich Bürgermeister werden, dann muss zunächst einmal Kassensturz gemacht werden. Zehn Millionen Euro Schulden sind für eine Gemeinde wie Friedewald schon enorm. Und dann muss natürlich die Doppik auf den Weg gebracht werden“, erklärt der Finanzfachmann. Gerade mit Blick auf die nackten Zahlen verdeutlicht Noll, dass jemand mit Erfahrung ins Rathaus gehört.

Reizvolle Nachbarschaft

Besonders reizvoll findet er an Friedewald die räumliche Nähe zu seinem Heimatort Hönebach. Dort ist er in vielen Vereinen tätig. Unter anderem steht er dem ESV Hönebach vor. „Ich glaube schon, dass ich ein Mensch bin, der gut mit anderen Menschen kann“, erklärt Noll. Eigentlich eine Grundvoraussetzung, um einen Bürgermeisterposten ordentlich ausfüllen zu können. Sein Amtsvorgänger habe dies jedoch ganz anders bewertet.

Dirk Nolls vordringlichstes kommunalpolitisches Ziel sei es, erst einmal wieder Ruhe in die Parlaments-Arbeit hineinzubekommen und zwischen den Protagonisten vermittelnd tätig zu werden. Das gelte auch für die zuletzt doch arg vernachlässigten Ortsbeiräte. „Die Ortsvorsteher müssen wieder zum verlängerten Arm der Bürger werden“, fordert Noll.

Von daher weiß er auch, dass es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht einfach für einen Bürgermeister wird. „Die Infrastruktur im Gewerbegebiet gilt es zu erhalten und weiter voranzutreiben. Dabei müssen wir auf den Mittelstand setzen. Das möchte ich in Zusammenarbeit mit dem neuen Gewerbeverein hinbekommen“. Als großen Trumpf wertet Noll dabei den Autobahnanschluss Friedewalds. In Zeiten knapper Kassen müsse aber genau hingeschaut werden, damit das wenige Geld sinnvoll ausgegeben werde.

Dass ihm das alles gelingen wird, davon ist seine Ehefrau Michaela überzeugt. „Das ist etwas, was er schon immer wollte. Er kommt aus dem Metier“.

Um im Falle einer Wahl noch näher mit seinen Ohren an den Bürgern sein zu können, wird Dirk Noll mitsamt Familie nach Friedewald ziehen. „Als Bürgermeister sollte man schon in der Gemeinde leben, die einen Kandidaten in dieses Amt gewählt hat“.

Barrierefreiheit muss sein

Damit sich seine Familie in der Dreienberggemeinde richtig wohlfühlen kann, wünscht sich Noll noch einen Drogeriemarkt im Ortskern: „So etwas fehlt“. Und dann möchte er auch noch für mehr Barrierefreiheit und sicherere Straßenübergänge in Friedewald sorgen.

Mit Blick auf Grundschule und Kindertagesstätte gehe es zunächst nur darum, deren Bestand langfristig zu sichern. „Mit einer zusätzlichen Krippengruppe sollten wir erst einmal vorsichtig sein und das kommende Jahr abwarten, bis die Verpflichtung greift. Es muss schließlich alles bezahlbar sein“, merkt der Finanzfachmann Noll an.

Von Mario Reymond

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