Lebensgroße Installationen – Kunstprojekt an der Werratalschule Heringen

Figuren erobern die Schule

Kreaturen aus Pappmaché erobern sehr zur Freude der Schülerinnen und Schüler zurzeit die Werratalschule. Foto: fin/nh

Heringen. Sie balancieren auf dem Geländer vor der Werratalschule Heringen, fliegen durch das Treppenhaus im Innern des Gebäudes, lungern in Ecken herum oder klettern auf Gerüste und in Müllcontainer…

Bei diesen Gestalten handelt es sich jedoch nicht um die regulären Schüler und Schülerinnen der Schule, denen solch waghalsiges und unflätiges Verhalten auch nicht gestattet ist. Vielmehr entpuppen sie sich bei näherem Hinsehen als lebensgroße Pappmaché-Figuren.

Die Analyse der Ausdruckskraft von Körperhaltungen und eine dazu passende Farbstimmung standen im Mittelpunkt eines Kunstprojektes der letztjährigen Klasse 9 G 2. Unter Anleitung der Kunstpädagogin Ulrike Hoffmann probierten die Schüler und Schülerinnen übertriebene Körperhaltungen aus, planten geeignete Schritte und setzten diese als Plastik lebensgroß um. Als Abschlussarbeit kurz vor dem Übergang in die Oberstufe bewiesen die jungen Leute ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Sozialkompetenz.

Ausdrucksstark

In den ersten Wochen des gerade begonnenen Schuljahres „zogen“ diese ausdrucksstarken Figuren in das Schulgebäude der Werratalschule ein und wurden wirkungsvoll inszeniert. Nach und nach wird damit das Gesamtbild des Schulhauses nach dem langen Umbau visuell belebt. Selbst der neue Außenanstrich findet sich in der künstlerischen Gestaltung wieder. (ho/fin)

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