Unzählige Blasmusikliebhaber beim Konzert der Original Egerländer in Friedewald

Feuchtes Musikvergnügen

Wetterfeste Volksmusikfans: Beim Konzert mit der Egerländer Blaskapelle auf dem Friedewalder Schlossplatz bewiesen die Zuhörer Durchhaltevermögen und ließen sich auch unter den Regenschirmen vortrefflich von der schwungvollen Musik unterhalten. Foto: roda

Friedewald. So bunt wie am Sonntagnachmittag zum Konzert der Egerländer Blaskappelle hat der Schlossplatz in Friedewald vermutlich noch nie ausgesehen. Denn als kurz vor der Pause der leidige Regen wieder einsetzte, blieben die Fans auf ihren Plätzen sitzen und spannten einfach nur ihre Regenschirme auf.

In großer Zahl waren die Blasmusikliebhaber aus der ganzen Region nach Friedewald gekommen und bewiesen schon beim Vorprogramm wetterfestes Interesse am rhythmischen Sound der „Kathuser Wilddiebe“, des „Musikvereins Wölf“ sowie der „Original Wülfershäuser Musikanten“ aus dem Frankenland. Den drei Amateurkapellen oblag es nämlich, das Publikum beim Oper Air Festival auf eines der weltweit beliebtesten Blasorchester einzustimmen.

Die Original Egerländer Musikanten mit ihrer einzigartigen Erfolgsgeschichte bereichern nun schon über Jahrzehnte die Volksmusikszene. Dabei versteht es Bandleader Ernst Hutter, jenen unverwechselbaren Klang des legendären Gründers Ernst Mosch zu erhalten und behutsam an neuzeitliche Hörgewohnheiten des treuen Publikums anzupassen.

„Wir sind Kinder von der Eger“, die Erkennungsmelodie des Orchesters sowie andere Erfolgskompositionen verdrängten das Wetter auf dem Schlossplatz für eine Weile zur Nebensache. Zumal zwischendurch tatsächlich die Sonne schien und die Zuhörer bei bekannten Melodien im Rhythmus mitklatschten oder sich im Schunkeltakt bewegten.

Mit dem Tourneemotto „Lebensfreude“ unterhalten die Original Egerländer derzeit ihr Publikum an den bekanntesten Konzertplätzen in Deutschland. Dass auch Friedewald dazu gehört, ist eigentlich Markus Göbel vom Schlosshotel „Prinz von Hessen“ zu verdanken, der das Starensemble in das mittelalterliche Ambiente an der Wasserburgruine locken konnte.

Dabei entspannt sich der Hotelchef in seiner raren Freizeit übrigens selbst musikalisch am Flügelhorn bei den „Kathuser Wilddieben“. (ha)

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