Bürgerversammlung in Friedewald – Dirk Noll stellt verschiedene Projekte vor

Die Festhalle sanieren oder neu bauen?

Umgestalten: Die Festhalle in Friedewald soll während der Dorferneuerungsphase saniert werden. Auch über einen kompletten Neubau wird nachgedacht. Foto: nh

Friedewald. Während einer Bürgerversammlung in der Festhalle informierte Bürgermeister Dirk Noll zunächst über den Stand des Dorferneuerungsverfahrens. Zeitnah werde demnach mit dem Bewilligungsbescheid und dem sich anschließenden Baubeginn für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Hillartshausen gerechnet. Für das kommende Jahr sei noch die Umgestaltung der Außenanlagen geplant. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich laut Noll auf 200 000 Euro, wobei mit Zuschüssen in Höhe von 126 000 Euro gerechnet werde.

In Friedewald selber schreite die Umgestaltung des August-Spieß-Platzes voran. Eine entsprechende Umsetzungsvariante werde der Arbeitskreis Dorferneuerung in seiner nächsten Sitzung beschließen. Auch hier solle mit ersten Arbeiten nach Möglichkeit noch in diesem Jahr begonnen werden.

Dirtbahn kommt im Herbst

Der langgehegte Wunsch der Jugendlichen auf Errichtung einer Dirtbahn sei nun außerhalb des Dorferneuerungsverfahrens auf den Weg gebracht worden. Hinter dem Jugendhaus werde bis zu den Herbstferien eine entsprechende Buckelpiste entstehen.

In Friedewald selbst bedürfe auch die für 600 Personen ausgelegte Festhalle einer grundlegenden Sanierung.

Aufgrund der vorhandenen Kubatur und des derzeitigen Zustandes geht Noll bei einer grundhaften Sanierung inklusive Wärmedämmung von Baukosten zwischen 1,8 und 2,4 Millionen Euro aus. Alternativ gebe es daher auch Überlegungen, die vorhandene Halle abzureißen und an gleicher Stelle einen kleiner dimensionierten Neubau zu errichten. In diesem Zusammenhang wurde angeregt, in diesen Neubau gegebenenfalls das Rathaus zu integrieren, da auch dort aus Gründen des Brandschutzes sowie einer erforderlichen Barrierefreiheit Sanierungsarbeiten dringend erforderlich wären.

Großes Kopfzerbrechen bereite der Verwaltung der Kläranlagenbetrieb in Friedewald. Wegen anhaltender Grenzwertüberschreitungen infolge von Schwierigkeiten bei der Vorklärung, kostenintensiver Abfuhren des anfallenden Klärschlamms wegen fehlender Schlammstapelbehälter sowie einem leistungsschwachen Vorfluter habe die Aufsichtsbehörde schon mehrfach Änderungen gefordert. So sei derzeit ein Ingenieurbüro damit beschäftigt, die Kosten einer Grundsanierung zusammenzustellen. Auch bestünden derzeit Überlegungen, die vorhandene Tropfkörperkläranlage gänzlich aufzugeben und Friedewald mittels Leitung an die ebenfalls zu sanierende Kläranlage der Gemeinde Schenklengsfeld bei Malkomes anzuschließen. Auch hierzu fanden laut Noll bereits erste Gespräche statt.

Die komplette Präsentation der Bürgerversammlung steht auch auf der Homepage der Gemeinde unter www.gemeinde-friedewald.de (red/rey)

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