Dobrin Stanislawow spielte auf dem Didgeridoo

Exotische Klänge in der Schlosskirche

Dobrin Stanislawow und seine Instrumente. Foto: Finke

Philippsthal. Zu einer ganz besonderen „Reise der Phantasie“ veranlasste Dobrin Stanislawow sein Publikum in der Philippsthaler Schlosskirche. Der Magdeburger Musiker mit bulgarischen Wurzeln faszinierte mit einem Improvisationskonzert, bei dem er die klanglich vielfältigen Möglichkeiten von drei verschiedenen Panflöten, des Didgeridoos, der Ocean Drum und auch des Nonverbal- und Obertongesanges präsentierte.

So wurde man mal in ferne Welten, mal auch in das eigene Innere entführt. Letzteres gelang besonders gut mittels der beruhigenden, meditativen Klänge der Ocean Drum.

Beeindruckend waren auch die fließenden Übergänge, mit denen Stanislawow von einem Medium zum anderen überging, zum Beispiel vom Obertongesang zum Didgeridoo, was förmlich einem Verschmelzen von menschlichem Organ und Instrument gleichkam.

Mehrfach bediente er die auf seinem Schoß liegende Ocean Drum mit Hilfe von Knie und Ellenbogen, während er gleichzeitig eines der beiden anderen Instrumente spielte oder aber sang. Dabei gelang ihm der in der Mongolei beheimatete Obertongesang sogar zweistimmig. Besonders wenn er der rumänischen Panflöte Vogelgezwitscher ähnliche Töne entlockte und dabei die Ocean Drum entsprechend bewegte, fühlte man sich in den Regenwald versetzt.

Mit dem Didgeridoo, das aus Australien stammt, erzeugte der Musiker einzelne sonore Töne oder ganze vibrierende Tonfolgen, die einen an Elefanten erinnerten. Über diese und weitere Beobachtungen konnte man sich im Anschluss an das Konzert noch ausführlich mit dem Tonkünstler austauschen bzw. noch allerlei weitere Informationen einholen. Von dieser Gelegenheit machten viele Besucher Gebrauch. (fin)

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