Die Sanierung der kleinsten Kapelle Hessens wird kommende Woche abgeschlossen

Erste Trauung im Oktober

Schmuckstück: Die kleinste Kapelle Hessens steht in Malkomes. Das im Jahre 1734 errichtete Gebäude hat eine Außengrundfläche von lediglich 21,5 Quadratmetern Zurzeit werden die letzten Sanierungsarbeiten abgeschlossen.

Malkomes. Die unter denkmalschutzrechtlichen Gesichtspunkten ausgeführte Komplettsanierung des Bethauses in Malkomes wird in der kommenden Woche abgeschlossen. Insgesamt wurden etwa 150 000 Euro für die Runderneuerung des Gebäudes ausgegeben. An den Kosten beteiligte sich die Landesdenkmalpflege mit 40 000 Euro. Die gleiche Summe floss noch einmal über das Leader-Programm der EU in die Gemeindekasse. 12 500 Euro wurden zudem von Privatleuten, dem Heimatverein Schenklengsfeld und der Sparkassenstiftung beigesteuert.

„Wir werden die Kirche dann zum Denkmalstag in der kommenden Woche bei einem Tag der offenen Tür für alle Interessierten aufmachen“, erklärt Martina Kircher vom Bauamt der Gemeinde Schenklengsfeld. Es sei nur noch nicht ganz sicher, ob das Gebäude am 8. oder 9. September für Besucher erstmals geöffnet wird.

Während die Außensanierung der nachweislich kleinsten hessischen Fachwerkkirche mit einer Außengrundfläche von 21,5 Quadratmetern schon seit längerer Zeit abgeschlossen ist, zog sich die Innensanierung wegen früherer Baufehler doch ein wenig in die Länge. „Wir mussten Sanierungsschäden beheben. Irgendwann ist einmal ein Betonboden in die Kirche hineingekommen, der die Luftzirkulation verhindert hat. Durch die so entstandene Nässe hat die Holzkonstruktion doch sehr gelitten“, berichtet Kircher. Doch dies gehört nun alles der Vergangenheit an.

In die Kapelle aus dem Jahre 1734, in der 1895 der letzte Gottesdienst gefeiert wurde, soll bald wieder Leben einziehen. Eine Außenstelle des Standesamtes der Gemeinde wird dort untergebracht. „Es ist für Anfang Oktober bereits eine erste Trauung angemeldet“, sagt Kircher.

Angedacht sei es zudem, Kunstausstellungen in der Kirche zu zeigen. Die Besucher der kleinen Kirche werden sich künftig auch an der Brüstungsmalerei erfreuen. „Die Bilder wurden von Gerd Belk restauriert. Das älteste Motiv dürfte aus der Zeit des Spätbarock stammen“, führt die Mitarbeiterin des gemeindlichen Bauamts weiter aus.

Von Mario Reymond

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