Weinbergfreunde haben eine Parzelle mit 67 Rotweinstöcken bepflanzt

Erste Reben sind gesetzt

Muskel- und Maßarbeit: Mit Vorschlaghammer, Zollstock und anderem Zubehör bereiten Hans-Georg Bock, Dr. Bernd Schwedes, Harald Hohmann und Matthias Vollmer (von links) von den Weinbergfreunden einen weiteren Abschnitt vor. Hinten ist die bereits mit Rebstöcken bepflanzte Parzelle zu sehen. Foto: roda

Schenklengsfeld. In zwei Arbeitseinsätzen haben die Weinbergfreunde in Schenklengsfeld ihren Rebenhang nahe dem historischen Friedhof bereits mit den ersten Stöcken bepflanzt.

Nachdem der geplante Ablauf durch die verbliebenen Wurzelstöcke doch etwas ins Stocken geraten war, konnten die überstehenden Baumstümpfe nun Dank der professionellen Hilfe des Waldfacharbeiters Stefan Kothe aus Motzfeld abgefräst und so der Hang für die Bepflanzung vorbereitet werden.

Drähte verspannt

Folgend wurden Metallpfähle gesetzt und Drähte verspannt sowie auf der ersten Parzelle 67 Rebstöcke mit ihren Rankstützen in den Boden gesteckt. Das Zubehör hatte man sich zuvor aus Heppenheim besorgt. Auch die zweite Parzelle ist mit der Drahtverspannung bereits vorbereitet. In den nächsten Jahren sollen insgesamt fünf Parzellen auf dem vom örtlichen Heimatverein gepachteten Gelände mit den Rotweinstöcken bepflanzt werden, deren Unterholz aus den USA stammt.

Mit der Anlage ihres Rebhanges sehen sich die „Weinbergfreunde Laenscheld“ in der Tradition ihrer Vorfahren, die bereits in früheren Jahrhunderten in dem Landeckerdorf Wein angebaut hatten.

Karl Honikel, Vorsitzender des Heimatvereins, fand alte Dokumente, nach denen 1859 mit Heinrich Götz der letzte Weingärtner seine Heimat Richtung USA verließ. In dem Schriftstück bittet Götz nämlich die Obrigkeit um Entlassung aus dem Untertanenverband, um sich möglicherweise aus Not im fernen Amerika eine neue Bleibe zu suchen.

Bis allerdings in Schenklengsfed wieder die Weintrauben reif werden, können noch zwei bis drei Jahre vergehen, vermutet Dr. Bernd Schwedes, der bei den Weinbergfreunden intensiv mit dem technischen und biologischen Anbau betraut ist.

Von Hans-H. Hartmann

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