Werratalschule in Heringen feierte ihr 40-jähriges Jubiläum

Erfolgreich in die Zukunft

Zukunftserinnerungen: Fotos, Dokumente und andere Schriftstücke aus der Gegenwart sowie eine aktuelle Hersfelder Zeitung steckten Steinbildhauer Stefan Strube (links) und Kunstpädagogin Ulrike Hoffmann in eine steinerne Kapsel, die nach zehn Jahren wieder geöffnet werden soll. Fotos: roda

Heringen. Eine erfolgreiche Entwicklung der Werratalschule (WTS) in Heringen bescheinigte deren stellvertretende Leiterin Margret Schulz-Bödicker dieser in ihrer Begrüßung zur Feier des 40-jährigen Schuljubiläums.

Geschichten aus dem Schulalltag während dieser Epoche erzählten unterhaltsam die bereits in den Ruhestand verabschiedeten beziehungsweise noch aktiven Lehrer Marlies und Günther Knoth, Karl Pflieger, Gudrun Sachse und Hannelore Heymann auf Fragen ihres jungen Kollegen Jörg Morge.

Riesiger Papierplan

Dabei erfuhr das Publikum von einem mehrere Quadratmeter großen Stundenplan sowie tabellenartig notierten Papierstreifen für jede Lehrkraft. Auch der Gebrauch damaliger Kopiertechnik schien den Paukern der 1970er- und 1980er-Jahre eher umständlich als hilfreich. Heute weitgehend unbekannt ist zudem der Samstagsunterricht mit sechs Sunden. Und ebenso der Vergangenheit angehören dürfte die Zeit, als um die 1000 Jugendliche ihre Wissensgrundbildung an der WTS erhielten.

Zurückgehende Schülerzahlen waren dann auch Anlass zur Sorge über den Bestand der Schule, die gleich nach der Grenzöffnung durch eine deutschlandweit einzigartige Modellklasse mit Schülern aus Thüringen begrenzt gemildert werden konnte.

Dafür hat die erfolgreiche Kombinationsausbildung zur Chemisch-Technischen-Assistenz in Zusammenarbeit mit dem Kaliwerk Werra schon mehr Langzeitwirkung und dürfte der Gesamtschule eine gewisse Zukunftsgarantie geben.

Grundsolide Ausbildung

Konkret wollte das aber auch Schulamtsdirektor Reiner Standke in seinen an sich hoffnungsvollen Grußworten nicht zusichern. Dafür bescheinigten Dr. Jürgen Leimbach von den Schuleltern der WTS eine grundsolide Ausbildung und Bianca Sandor vom Förderverein eine freundliche Atmosphäre zwischen Lehrern und Schülern.

Heringens Bürgermeister Hans Ries übergab Schulz-Bödicker zudem eine Gutschrift über 2000 Euro, die sich aus seinen nicht beanspruchten Gebühren, dienstlichen Telefonate sowie Fahrtkosten summieren und der Schule den Anschluss ans neue Breitbandnetz ermöglichen sollen. Gegenwärtige und ehemalige Schüler sowie Lehrer umrahmten die Jubiläumsfeier mit einem breitgefächerten Unterhaltungsprogramm.

Zum Abschluss des offiziellen Programms wurde neben dem Eingang der WTS noch eine steinerne Kapsel mit Fotos, Dokumenten und anderen Schriftstücken sowie einer aktuellen Hersfelder Zeitung gefüllt. Die Kapsel soll dann nach zehn Jahren wieder geöffnet werden. Das Gehäuse baute Steinbildhauer Stefan Strube. Die dekorative Frontplatte dazu hatte er zusammen mit Kunstpädagogin Ulrike Hoffmann entworfen.

Von Hans-H. Hartmann

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