Friedewalds Bürgermeister verspricht sich durch neuen Brennstoff einen Aufschwung

Erdgas bringt Mehrwert

Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll hofft, dass sich auch im Gewerbegebiet einige Firmen für Erdgas als Brennstoff entscheiden werden. Foto: Archiv

Friedewald. Die Dreienberggemeinde Friedewald wird noch in diesem Jahr an das Erdgasnetz angeschlossen. Demnach plant die Energie Netz Mitte GmbH – Rechtsnachfolgerin der Eon Mitte AG – eine Erweiterung des Erdgasnetzes im Gebiet des Gasversorgungszweckverbands Hersfeld-Rotenburg. Auch Ronshausen (wir berichteten) und Ludwigsau sollen im Zuge der jetzt anstehenden Ausweitung des Versorgungsnetzes Erdgas erhalten.

„Der Anschluss aller drei Gemeinden vollzieht sich geografisch sinnvoll im Seulingswald“, erklärt Friedewalds Bürgermeister Dirk Noll. Ziel sei es, die ersten Friedewalder Haushalte Anfang 2016 mit Erdgas zu versorgen. Mit dem Leitungsbau solle es so bald wie möglich losgehen.

Die Bürger informieren

In einer Informationsveranstaltung wollen der Bürgermeister und Vertreter des Energieversorgers den Friedewäldern das neue Angebot vorstellen. Sie findet am Donnerstag, 5. Februar, ab 19 Uhr in der Friedewalder Bürgerstube statt. „Dabei können sich die Bürger informieren und für einen Gasanschluss vormerken lassen“, sagt Noll. An diesem Abend werde sich dann auch tatsächlich zeigen, wie großflächig der Erdgasausbau in Friedewald vonstatten gehen könne.

Klar ist bisher nur, dass die Leitung hinunter bis zum Sportplatz führen solle. Dort werde der Druckminderer errichtet. „Vielleicht können wir im Zuge des Leitungsbaus auch die notwendige Verrohrung für das Breitband mit in den Boden bekommen“, hofft Noll.

Der Bürgermeister möchte beim Erdgasausbau auch darauf achten, dass möglichst nur Straßen für den Leitungsbau vorgesehen werden, die sich in einem schlechten Zustand befinden und ohnehin bald saniert werden müssten.

Dass es mit dem Erdgas in seiner Gemeinde schwungvoll vorangehen werde, davon ist Dirk Noll überzeugt. Denn mit Markus Göbel hat bereits der Inhaber des Schlosshotels und des Hotels Zum Löwen sein Interesse an Erdgas signalisiert. Das bestätigte er auch gestern auf unsere Nachfrage. „Eigentlich wird in der Gastronomie mit Gas gekocht. Wir tun das derzeit mit Strom und setzen natürlich auf einen neuen Ergasanschluss“, berichtet Göbel. Für ihn habe dann auch das ständige Tanken von Heizöl ein Ende. Denn bei einem aktuellen Jahreverbrauch von 150 000 Litern an Heizöl müsse der Tanklaster schon sehr oft vor dem Schlosshotel in Friedewald vorfahren.

„Der Erdgasanschluss bringt einen gehörigen Mehrwert für Friedewald mit sich. Das macht unsere Gemeinde als Wohn- und Gewerbestandort noch attraktiver“, freut sich Bürgermeister Noll. Er geht davon aus, dass sich auch im Gewerbegebiet einige Interessenten für einen eigenen Erdgasanschluss begeistern werden.

Von Mario Reymond

Kommentare