Gottesdienst im Park des 650 Jahre alten Hofguts Gethsemane erinnert an Geschichte

Endlich wieder Heimat

Gottesdienst im Park: Zum 650. Jubiläum des Gutes Gethesemane waren zahlreiche Gläubige kommen. Den Gottesdienst hielt Pfarrerin Elke Henning. Foto: Henning

Gethsemane. Einen Gottesdienst im Park vom Gut Schneider in Gethsemane abzuhalten, hatte in früheren Zeiten von Gezemich schon Tradition. So dachte sich Fritz Schneider, dass das 650-jährige Jubiläum des Gutes hierfür mal wieder ein Anlass sei.

Zahlreiche Besucher fanden den Weg in diesen idyllischen Park, so dass die Plätze im Festzelt nicht ausreichten. Kurzerhand wurden Altar und Bänke direkt unter freiem Himmel aufgebaut. Wie es sich dann zeigte, war das die beste Entscheidung. Trotz angekündigtem Starkregen, der aber wegen des guten Drahts nach oben nicht kam, herrschten beim Gottesdienst traumhafte Bedingungen. Die Sonne schien durch die Blätter, Vögel zwitscherten und die Frösche lieferten sich ein Duell mit dem Posaunenchor Heimboldshausen. Dieser untermalte den Gottesdienst trotz urlaubsbedingter Ausfälle in bekannt toller Weise.

Pfarrerin Elke Henning aus Bad Hersfeld hielt in Vertretung von Pfarrer Christoph Rode den Gottesdienst. Vorbildlich vorbereitet über die Geschichte von Gethsemane erzählte sie in ihrer Predigt die Geschichte von dem Hugenotten Jean Martell (fiktiver Name). Wie musste er sich gefühlt haben, als er nach langer Flucht aus Frankreich endlich wieder einmal so was wie Heimat bekam. Hier in Gethsemane. Endlich wieder arbeiten können, Familie aufbauen, in Ruhe leben zu dürfen.

Dieses Gefühl von Zusammenhalt und Gemeinsamkeit bekamen die Gottesdienstbesucher auch zu spüren, selbst Fritz Schneider war überwältigt und sprachlos über das gelungene Fest. Die Gäste bekamen sogar noch die Möglichkeit, ein Lied in französisch zu singen. Pfarrerin Elke Henning ließ dann noch durch Paul, den Enkel von Fritz Schneider, Leuchtsterne verteilen, damit alle Besucher noch lange an diesen Gottesdienst auf diesem „herrlichen Fleckchen Erde“ zurück denken können.

Gemeinsames Mittagessen

Im Anschluss wurde zusammen Mittag gegessen, und die Gäste konnten sich von Familie Schneider und den Mitarbeitern das Hofgut und alles, was mit seiner Geschichte zu tun hat, zeigen und erklären lassen.

Von Heike Henning

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