DRK Schenklengsfeld und Feuerwehr bilden „Helfer vor Ort“ aus

21 Einsätze in 100 Tagen

An ihren orangefarbenen Warnwesten und dem Rucksack mit Material zur Erstversorgung sind die „Helfer vor Ort“ gut zu erkennen. Foto:  DRK

Schenklengsfeld. Seit Anfang September nehmen sich in der Gemeinde Schenklengsfeld 17 Männer und Frauen ganz bewusst Zeit, nämlich dann, wenn ein anderer Mensch Hilfe braucht.

Die Männer und Frauen gehören der DRK Ortsvereinigung Schenklengsfeld und der freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde an und haben sich über einen längeren Zeitraum zu „Helfern vor Ort“ ausbilden lassen.

Kommt es zu einem medizinischen Notfall in der Gemeinde, so wird der „Helfer vor Ort“ gleichzeitig mit dem Rettungsdienst alarmiert. Durch die örtliche Nähe ist es möglich, dass der „Helfer vor Ort“ vielmals vor dem Rettungsdienst eintrifft und somit die Zeit verkürzen kann, in der der Patient keine Hilfe erhält. Auch nachdem der Rettungsdienst den Patienten versorgt hat und ihn ins Krankenhaus bringt, nimmt sich der „Helfer vor Ort“ nochmals Zeit. Zeit für die Angehörigen, für ein kurzes Gespräch oder einfach nur eine stille Umarmung. Eben „Nachbarschaftshilfe der besonderen Art.“

Ausgerüstet ist der „Helfer vor Ort“ mit einer orangefarbenen Weste mit dem Aufdruck „Helfer vor Ort“ und einem Rucksack mit Material zur Erstversorgung. Zusätzlich kann sich jeder „Helfer vor Ort“ durch einen Ausweis, ausgestellt durch das Landratsamt, ausweisen.

Seit 100 Tagen sind die „Helfer vor Ort“ in der Gemeinde nun einsatzbereit, berichtet Nadine Fischer-Ries vom DRK. In dieser Zeit kam es bereits zu 21 Einsätzen. Die meisten Einsätze erfolgten bisher in den frühen bis späten Abendstunden und am Wochenende.

Möglich wurde dieses Projekt durch vielfältige Spenden. Die beiden größten kamen von der Glücksspirale und aus den Einnahmen eines Konzert des Heeresmusikcorps II aus Kassel. (red/zac)

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