Abschluss für 103 Jugendliche an der Gesamtschule in Schenklengsfeld

Eine tolle Gemeinschaft

Schenklengsfeld. Abschlussfeiern an der Gesamtschule Schenklengsfeld wirken traditionsgemäß wie ein Publikumsmagnet – und so war es auch in diesem Jahr, als bereits zehn Minuten vor dem offiziellen Beginn der Feier nahezu alle Sitzplätze in der Großsporthalle besetzt waren. Wiederum ein Beweis dafür, dass sich die Gesamtschüler und natürlich auch die Lehrer auf die Eltern und Familien in punkto Unterstützung und Engagement für Erziehung und Schule verlassen können.

Die offizielle Ansprache zur Schulentlassfeier war natürlich Chefsache. Schulleiter Oskar Ruhl nahm durchaus kritisch die aktuell – geschlechtsspezifisch – signifikant unterschiedlichen Schulleistungen deutscher Schüler und Schülerinnen unter die Lupe. Von 100 Abiturienten seien derzeit 55 weiblich. Die Mädchen hätten in punkto Bildung und Höhe des Schulabschlusses nicht nur den Rückstand aus vergangenen Tagen aufgeholt, sondern seien auch deutlich in Führung gegangen. „Nun, die gesunde Faulheit der Jungen ist out und auch die Einstellung vieler Jungen“, merkte Ruhl an.

Positive Entwicklung

Doch nach den mahnenden Worten hatte der Schulleiter nur noch Positives über seine Entlassschüler zu berichten: Von den 21 Hauptschülern erreichten 16 den qualifizierenden Hauptschulabschluss, bei den Projektprüfungen erzielten sie in der Summe die Durchschnittsnote 2,1 und in den schriftlichen Abschlussarbeiten einen Schnitt von 2,5. Sieben der Hauptschüler beginnen eine Berufsausbildung, die anderen wechseln zu weiterführenden Schulen. Auch die Leistungen der 49 Realschüler können sich sehen lassen. Bei den Präsentationsprüfungen erreichten sie einen Notenschnitt von 2,3, bei den schriftlichen Abschlussarbeiten lag die Durchschnittsnote bei 2,67. 20 von ihnen beginnen eine Berufsausbildung, 20 wechseln zur Fachoberschule und 6 werden die gymnasiale Oberstufe besuchen. Drei Absolventen der Hauptschule sind noch unschlüssig, was ihren weiteren persönlichen Werdegang anbetrifft.

Auch die Bildungswege der 32 Gymnasiasten trennen sich: 22 besuchen nach den Ferien die gymnasiale Oberstufe, vier wechseln zur Fachoberschule und sechs haben sich für das berufliche Gymnasium in Bebra entschieden. Für ihren schulischen und beruflichen Werdegang wünschte der Schulleiter seinen Schülern viel Erfolg.

Zum Abschluss wurden dann noch Buchprämien – gesponsert vom Schulförderverein – an die Schüler ausgehändigt, die sich durch besondere schulische Leistungen und durch besonderes soziales Engagement hervorgetan hatten. Preise erhielten: Maximilian Sauer H 9, Luisa Hilmes G 9.2 (Notenschnitt 1,3), Silas Reinmöller G 9.1, Nikolas Gerlach H9, Annabelle Wagner R 10.1, Luisa Kreit R 10.2, Laura Führer R 10.1, Anna-Lena Rossbach R 10.1, Tobias Dehnert R 10.2 (SV), Paul Bein G 9.1, Selina Sunda G 9.2. (red/rey)

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