Eröffnungsbilanz für Hohenroda liegt vor – Fehlbetrag von 3,34 Millionen Euro

Eine schockierende Zahl

Mansbach. Die Eröffnungsbilanz der Gemeinde Hohenroda zum Stichtag 31. Dezember 2008 wartet mit einer schockierenden Zahl auf: Sie weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 3 341 756 Euro aus. „Auf der Suche nach Eigenkapital bin ich in der Eröffnungsbilanz nicht fündig geworden. Es werden große Anstrengungen nötig sein, um die Anforderungen an Schutzschirmkommunen, also bis 2020 einen ausgeglichenen Haushalt zu präsentieren, hinzubekommen“, erklärte Bürgermeister Andre Stenda den Gemeindevertretern am Montagabend.

An Schulden sei eigentlich nichts auszusetzen, wenn ihnen Werte gegenüberstünden. Doch das sei in Hohenroda nicht gegeben. „Wir stehen eigentlich vor einem Scherbenhaufen“, sagte Emil Kümmel (FWH). Ähnlich drastisch formulierten die finanzielle Situation auch Erhard Kümpel (FDP): „Es geht nichts mehr, wir sind am Ende“ und Uwe Berk (CDU): „Das ist der Offenbarungseid“. Für die SPD kritisierte Käte Göttlich, dass für geforderte Aufgaben seit Jahren zu wenig Geld von Bund und Land zur Verfügung gestellt werde. Die Bilanz wurde einstimmig zur Kenntnis genommen.

Von Mario Reymond

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