Gemeinden arbeiten im Bereich der Bauämter eng zusammen – Bauhöfe im Blick

Eine Frau arbeitet für drei

Besiegelt: Die interkommunale Zusammenarbeit der Gemeinden Schenklengsfeld, Friedewald und Hohenroda im Bereich der Bauämter ist besiegelt. Die Bürgermeister Stefan Gensler, Dirk Noll, und Andre Stenda (vorne von links) sowie die Ersten Beigeordneten Hans-Otto Burschel, Klaus Kraft und Hans-Albert Pfaff (hinten von links) besiegelten den Vertrag mit ihren Unterschriften. Foto: Reymond

Motzfeld. Jetzt ist sie besiegelt, die interkommunale Zusammenarbeit der Gemeinden Friedewald, Hohenroda und Schenklengsfeld im Bereich der Bauämter. Als letzte Gemeinde hat Friedewald in der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend in Motzfeld grünes Licht gegeben. Einstimmig votierten die Gemeindevertreter für den Zusammenschluss. In Hohenroda und in Schenklengsfeld hatten die Parlamente bereits am 9. beziehungsweise am 19. Februar eine Einigung erzielt.

Nach der Sitzung der Friedewalder Gemeindevertretung besiegelten die drei Bürgermeister sowie die drei Ersten Beigeordneten den Vertrag mit ihren Unterschriften.

Alles neu geordnet

Ausgangspunkt für diese Zusammenarbeit war die Tatsache, dass der Bauamtsleiter der Gemeinde Hohenroda Ende Februar in den Ruhestand getreten ist. Die Gemeinde aber die Stelle nicht wieder voll besetzen wollte, da in der Schutzschirmkommune in den kommenden Jahren ohnehin nur wenige Bauvorhaben umgesetzt werden sollen.

Die Lösung lieferte die Gemeinde Schenklengsfeld, die eine Mitarbeiterin im Bauamt beschäftigt, die ihre Wochenarbeitszeit von 30 auf 39 Stunden aufstocken wollte. Und das wiederum war in Schenklengsfeld so nicht möglich.

Durch die Kooperation wird die Mitarbeiterin künftig 24 Stunden pro Woche in Schenklengsfeld, 13 für Hohenroda und zwei für Friedewald ableisten. Diese Arbeitsaufteilung ist den drei Gemeinden durch das Land Hessen schmackhaft gemacht worden.

Jede Gemeinde erhält eine einmalige Zuweisung von 25 000 Euro, da durch die Zusammenarbeit eine Kosteneinsparung von mindestens 15 Prozent erreicht wird. Die öffentlich-rechtliche Vereinbarung greift ab sofort.

Eine Aufgabe der betreffenden Bauamtsmitarbeiterin wird es sein, zu prüfen ob auch die drei Bauhöfe der Gemeinden langfristig zusammengelegt werden können.

Von Mario Reymond

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