Kaufpreis von 132 Euro für Anteile stehen Bürgschaften von 788 000 Euro gegenüber

EAM: Hohenroda macht mit

Ransbach. Einstimmig haben die Hohenrodaer Gemeindevertreter während ihrer jüngsten Sitzung im Bürgersaal in Ransbach dem integrierten kommunalen Entwicklungskonzept zugestimmt. Der sogenannte kommunale Investitionsrahmen für öffentliche und private Projekte beträgt demnach 750 000 Euro. Für die FWH hatte Emil Kümmel vor der Abstimmung die Hoffnung geäußert, dass man die 750 000 Euro auch vollständig ausschöpfen möge, doch mit Blick auf die Gemeindefinanzen werde dies wohl schwierig: „Wir dürfen keine Nettoneuverschuldung machen. Von daher sehe ich kaum Spielraum für gemeindliche Projekte. Private Interessenten können aber loslegen.“

Gemeinde in der Pflicht

Mehrheitlich hat das Parlament auch die Beteiligung Hohenrodas an der EAM GmbH & Co. KG beschlossen. Für den Gesellschaftsanteil in Höhe von 0,528 Prozent am Stammkapital der Gesellschaft muss Hohenroda 132 Euro bezahlen. Die Gemeinde Hohenroda übernimmt für die Finanzierung der Kreditaufnahme durch die EAM Sammel und Vorschalt Mitte GmbH eine anteilige Höchstbetrags-Ausfallbürgschaft für Kreditkapital- und Nebenforderungen von bis zu 85 000 Euro.

Für Kreditkapital- und Nebenforderungen steht die Gemeinde Hohenroda mit einer Bürgschaft von maximal 703 000 Euro gegenüber dem Bankenkonsortium in der Pflicht, die den Kauf der Aktien an der Eon Mitte AG finanziert hat. Den drei FDP-Vertretern war das gesamte Strom-Vertragswerk allerdings zu vage. Wegen nicht überschaubarer Risiken stimmten sie den Vorlagen nicht zu. Ebenso hatte ein Vertreter der SPD dagegen gestimmt. Ein Vertreter der FWH enthielt sich der Stimme.

Netz als Gegenwert

Die Gegner des Rückkaufs hatten sich auch nicht durch Emil Kümmel (FWH) umstimmen lassen, der keine großen Gefahren auf die Gemeinde zukommen sah. „Bei Problemen steht das gesamte Netz als Wert dagegen“, merkte der Freie Wähler an.

Von Mario Reymond

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