Bürgermeister Hans Ries ärgert sich noch immer über Wegzug der K+S-Forscher

Drei Flächen waren im Angebot

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Heringen. Bürgermeister hat Hans Ries hat den 2015 anstehenden Wegzug des Kaliforschungsinstituts aus Heringen noch immer nicht verschmerzt. „Der K+S AG ist es bei der ganzen Aktion nur ums Geld gegangen und sonst nichts“, empört er sich einen Tag nach dem ersten Spatenstich für den neuen Komplex im thüringischen Unterbreizbach. Dort wird das 30 Millionen Euro schwere K+S-Projekt mit sechs Millionen Euro gefördert.

In Hessen hätte es nur 200 000 Euro gegeben (wir berichteten). Als besonders dreist empfindet es Ries, dass die ganze Angelegenheit schon im Jahre 2011 zwischen den beiden Finanzministerien der Länder Hessen und Thüringen eingefädelt worden sei, ohne dass die Kommune darüber Kenntnis gehabt hätte. „Wirtschaftsminister Florian Rentsch war dann sogar bei uns und hat sich dafür entschuldigt“, teilt der Bürgermeister mit. „Auch wir hätten oberhalb der Schule, den westlichen Teil des Ziegeleigeländes oder die Flächen neben der Firma Messe zur Verfügung stellen können. Aber mit uns wurde ja noch nicht einmal gesprochen“, schimpft Ries weiter.

Von Mario Reymond

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