Ehrabschneidende Gerüchte machen die Runde

Diffamierung: Jetzt wird’s schmutzig

Heringen. Die Schmerzgrenze in der Heringer Stadtpolitik scheint seit der Sitzung vom vergangenen Donnerstag erreicht. In der Werrastadt werden immer wieder Gerüchte gestreut, die das Ziel haben, Kommunalpolitiker, den Bürgermeister oder Mitarbeiter der Stadtverwaltung in Misskredit zu bringen.

So wurde jüngst im Städtchen erzählt, dass sich Mitglieder einer Delegation, die zu Besuch in der polnischen Partnerstadt Odolanow weilte, ungebührlich benommen hätten. Einige hätten in hohem Maße dem Alkohol zugesprochen. Andere wiederum hätten die Kontaktaufnahme mit den polnischen Gastgeberinnen zu wörtlich genommen. Diese Vorwürfe wies Bürgermeister Hans Ries beim Vortragen des Magistratsberichts zurück. Bürgermeisterin Ewa Dziubka aus Odolanow habe bereits in einem Schreiben an die Werrastadt ihr Bedauern über diese Gerüchte geäußert. Sie hoffe, auch weiterhin auf eine gute, gedeihliche Zusammenarbeit in der Städtepartnerschaft.

Bürgermeister Ries kündigte in dieser Angelegenheit weitere Erläuterungen sowie das Verlesen von Schreiben an.

Absurde Anschuldigung

Zum Abschluss der Sitzung gab dann noch SPD-Stadtverordneter Ralf Schaft eine persönliche Erklärung ab. Er distanzierte sich von den Vorwürfen, dass er Geld bekäme, wenn er an gewissen Sitzungen und Abstimmungen nicht teilnehmen würde. Diese Form des Schmiergeldvorwurfs bezeichnete er als absurd. Wer ihn öffentlich diffamiere, darüber konnte oder wollte Schaft keine Angaben machen.

Von Mario Reymond

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