VdK Lengers/Harnrode richtet Sommerfest aus

Demenzkranke nicht weiter benachteiligen

Lengers. Der Vorsitzende des VdK-Ortsverbands Lengers/Harnrode fordert die Erweiterung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs. „Wir verstehen nicht, wieso die Bundesregierung den Pflegebedürftigkeitsbegriff nicht grundlegend reformiert. Wichtig wäre es, Demenzkranken endlich den Zugang zu Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung zu ermöglichen“, sagt Rost.

Die Situation von an Demenz erkrankten Menschen sei besonders schwierig. Sie würden von der Pflegeversicherung massiv benachteiligt, ihnen werde in der Regel keine oder nur eine niedrige Pflegestufe zuerkannt. Derzeit seien in Deutschland etwa 1,3 Millionen Menschen von Demenz betroffen. 2030 werde diese Zahl voraussichtlich bei etwa zwei Millionen liegen. „Ohne Pflegestufe gibt es auch für die pflegenden Angehörigen von Demenzkranken keine Anrechnung von Rentenanwartschaften und keine Entlastungsangebote wie Verhinderungs- und Kurzzeitpflege“, erklärt Rost.

Er teilte außerdem mit, dass die VdK-Fachstelle für Barrierefreiheit Angehörige zum Beispiel bei der Beantragung von Hilfsmitteln berate und zusammen mit der Fachhochschule Frankfurt die Ausstellung „Barrierefreies Wohnen und Leben“ unterhalte.

Ein Referat zum Fest

Der VdK-Ortsverband Lengers/Harnrode lädt alle Bürger und seine 78 Mitglieder am Samstag, 30. Juni, ab 14.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung mit Sommerfest in das Gemeinschaftshaus Lengers ein. Es gibt Kaffee und Kuchen. Gegen 15.30 Uhr referiert Birgit Berger vom Hospizverein über die Hospiz- und Palliativversorgung in unserer Region.

Anschließend ist ein gemütliches Beisammensein geplant. Für die Verpflegung der Gäste ist gesorgt. (red/rey)

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