Literaturgottesdienst zu Storms Schimmelreiter

Der Deichgraf ist Thema in der Kirche

Wippershain. Ein Literaturgottesdienst zu Theodor Storms „Der Schimmelreiter“ wird am Sonntag, 27. September, ab 19 Uhr in der Kirche zu Wippershain gefeiert.

Das kleine gelbe Reclamheft „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm liegt schon seit einiger Zeit auf dem Schreibtisch von Pfarrerin Imke Leipold. Immer wieder hat sie es gelesen, herausgeschrieben, gekürzt und zusammen mit Lektor Herbert Janßen eine kurzweilige Lesefassung erarbeitet. Die Geschichte vom Deichgrafen und Schimmelreiter Hauke Haien, dessen Bestreben es ist, neue und bessere Deiche zu bauen, um so die Bevölkerung vor der Bedrohung durch das Meer zu schützen, ist hochaktuell.

Die Pfarrerin ist immer wieder überrascht, wie zeitlos viele Klassiker der Weltliteratur doch sind und deshalb unbedingt und in Zusammenhang mit biblischen Texten zu Gehör gebracht werden sollten.

Das Leseteam ist wieder ganz neu zusammengestellt.

Hans Hantke und Herbert Janßen lesen zwar schon zum wiederholten Male, für Anke Grünke und Dagmar Erbe-Grünke ist es hingegen der erste Literaturgottesdienst, den sie mitgestalten. Die beiden wohnen zwar inzwischen sehr gerne in Wippershain, stammen aber ursprünglich aus Norddeutschland und waren damit prädestiniert für die weiblichen Rollen im Schimmelreiter. Ebenfalls zu ersten Mal dabei sind die beiden Pfarrer Andreas Staus und Heinrich Wepler. Und mit der Schülerin Carolin Viehmann wird ein echtes Naturtalent zu hören sein, versprechen die Veranstalter. Musikalische Akzente setzen Maya Utermöhlen (Geige) und Dagmar Erbe-Grünke (Gesang).

Kirchspielplatte genießen

Im Anschluss sind alle Besucher eingeladen, im gegenüberliegenden Pfarrhaus zu verweilen, Gedanken zum Gottesdienst auszutauschen oder einfach miteinander die „Kirchspielplatte“ zu genießen, die die Kirchenvorstände aus dem Kirchspiel Schenklengsfeld sich erdacht haben. Die Platte bietet kulinarische Besonderheiten aus jedem der 13 Ortsteile des Kirchspiels. Der Literaturgottesdienst ist in diesem Jahr mit dem Konvent des Kirchenkreises Hersfeld verbunden. Das bedeutet, dass alle Pfarrerinnen und Pfarrer des gesamten Kirchenkreises zusammenkommen. (red/jce)

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