Der MGV Schenklengsfeld feierte sein 125-jähriges Bestehen mit einem Kommers

Chorsingen als Erlebnis

Chor mit Tradition: Der MGV Schenklengsfeld eröffnete mit seinem Dirigenten Klaus-Dieter Penzel das musikalische Programm des Kommerses zum 125-jährigen Jubiläum und hatte dazu benachbarte sowie befreundete Chöre zum Konzert eingeladen. Foto: roda

Schenklengsfeld. „Singen im Chor ist immer ein Erlebnis“ begrüßte Matthias Vollmar als Vorsitzender des MGV Schenklengsfeld die Gäste des Festkommerses zum 125-jährigen Vereinsjubiläum. Außerdem sei es gesundheitsfördernd und gesellschaftlich verbindend über Generationen hinweg, warb Vollmer für diese Art der Freizeitgestaltung.

Schenklengsfelds Bürgermeister Stefan Gensler lobte den 1889 gegründeten und damit ältesten Verein der Gemeinde für seinen kulturellen Beitrag, der zum Leben der Menschen gehöre, wie das Salz zum Brot. Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt bewunderte den Jubiläumsverein für seine zahlenmäßig starke Präsenz, während Sängerbezirksvorsitzender Hartmut Bonacker auch die Grüße des Sängerkreises Hersfeld überbrachte und gemäß seiner Vorstandsfunktion Renate Kothe aus Schenklengsfeld eine Ehrung des Deutschen Chorverbandes (DCV) für langjähriges Singen im Chor überreichte. Darüber hinaus hatte eine

Abordnung der seit 50 Jahren mit dem Jubiläumsverein befreundeten Sängervereinigung Hattingen einen Lindenbaumsetzling als besonderes Geschenk mitgebracht, der noch am Sonntagvormittag auf einem bereits ausgewählten Platz im Sportbad gepflanzt wurde.

Das musikalische Programm des Kommerses eröffneten die Gastgeber unter anderem mit dem bekannten Lied „La Montanara“ und einer Solopartie von Ralf Malkmes. Der örtliche Frauenchor riet unterdessen „Lass die Sonne in dein Herz“ und unterstützte den Frauensingkreis Wehrshausen beim Schlagerhit „Butterfly“. Der Gemischte Chor Mansbach wagte den Überflug als „Junger Adler“, während der Freie Sängerchor Ausbach mit dem „Hessenlied“ die regionale Zugehörigkeit betonte. Der Gemischte Chor Konrode pries dafür „Die Wunder dieser Welt“, und der Gemischte Chor aus Motzfeld befand zudem „Ich wollte nie erwachsen werden“. Überdies verdienten sich die Sängerinnen und Sänger aus Landershausen ein Kompliment für ihre durchaus anspruchsvollen Liedvorträge.

Ganz besonderen Beifall bekam der Gemischte Chor Boly aus Ungarn, der bei zwei Auftritten sowohl mit deutschen Volksliedern als auch mit Melodien seiner Heimat das Publikum begeisterte, bevor der Jubiläumsverein die Gäste mit „Kalinka“ verabschiedete und Moderator Harald Hohmann einen „guten Nachhauseweg“ wünschte.

Von Hans-H. Hartmann

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