16 Schüler aus Heringen und Schenklengsfeld reisen jetzt in das Reich der Mitte

China, wir kommen!

China, wir kommen! – steht an der Tafel. Insgesamt 16 Schülerinnen und Schüler der Heringer Werratalschule und der Gesamtschule Schenklengsfeld reisen in den Herbstferien nach Jiaozuo. Die Jugendlichen an der Werratalschule wurden von der gebürtigen Chinesin Qian Wang (3. von rechts) auf ihren Trip vorbereitet. Zweiter von rechts ist Lehrer Thomas Hohlbein. Foto: Reymond

Heringen. Ein wichtiger Wirtschaftspartner Deutschlands ist China. Das haben auch die Lehrkräfte an der Werratalschule in Heringen sowie an der Schenklengsfelder Gesamtschule erkannt. Aus diesem Grund reisen in den bevorstehenden Herbstferien 16 Schülerinnen und Schüler ins chinesische Jiaozuo in der Provinz Henan. Die Stadt hat 3,6 Millionen Einwohner. Los geht es am kommenden Samstag. Der Rückflug ist für den 26. Oktober geplant.

Auf ihre Reise in eine für sie weitgehend unbekannte Welt werden die Schüler von Qian Wang vorbereitet. Die 29-jährige Chinesin lebt seit 2001 in Deutschland, derzeit in Hünfeld. Sie hat Deutsch als Fremdsprache sowie Erziehungswissenschaften studiert. In ihren Vorbereitungskursen lernen die Schülerinnen und Schüler viel über das Reich der Mitte, über die Esskultur, die Arbeitswelt und den Sport.

Besuch einer Mittelschule

In Jiaozuo werden die Schüler aus Schenklengsfeld und Heringen eine dortige Mittelschule besuchen. Schüler der chinesischen Schule werden dann wohl im kommenden Jahr zu einem Gegenbesuch im Werratal erwartet. Mit Spannung erwarten die Jugendlichen aus Heringen bereits den Abflug nach China. „Ich hoffe, dass ich durch die Reise die politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge besser verstehen lerne. In den Nachrichten kommt das alles doch nur bruchstückhaft rüber“, erklärt Nico Blaurock. Und auch seine Mitschülerin Isabel Führer ist gespannt auf die fremde Kultur. „Die Reise in die USA war schon toll. Aber China, das ist noch einmal ganz etwas anderes“, sagt sie. Und natürlich wollen sich auch einige der Schüler auf die etwas andere Esskultur einlassen. „Ich habe gehört, dass in China auch Esel gegessen wird, das möchte ich probieren“, sagt Larissa Knierim.

Chinesische Mauer

Ganz oben auf der Liste stehen bei den Jugendlichen jedoch die vielen Sehenswürdigkeiten. Ziele sind natürlich die chinesische Mauer und die Verbotene Stadt. Besichtigt werden sollen auch der Geopark von Jiaozuo sowie der Palast eines Kanzlers aus der Ming-Dynastie.

Dass sie und die 15 anderen Schülerinnen und Schüler die weite Reise ins ferne Asien antreten können, dafür hat seit März diesen Jahres federführend Andreas Hofsommer gesorgt. Der Lehrer an der Gesamtschule Schenklengsfeld organisierte die Reise.

Von Mario Reymond

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